Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Autonomer mobiler Roboter zur Überwachung

07.09.2005


Ein auf Robotik spezialisiertes fränzösisches KMU hat eine wegweisende Technik zur dynamischen Ortung von mobilen Robotern entwickelt. Der Roboter schafft sich dabei aufgrund seiner Mobilität sein eigenes Ortungsystem und bestimmt sein eigenes Umfeld.



Der Ausgangspunkt ist die Basis für die Standortmarkierung des Roboters. Bevor der Roboter sich bewegt, erfolgt dort die Positionierung des ersten Signals. Dadurch erhält der mobile Roboter den Befehl, sich während der ersten Bewegungen sein Referenzsystem zu schaffen, was zur Kalibrierung seines Arbeitsbereichs führt.



Das Referenzsystem wird im Zuge der Tätigkeit des Roboters Schritt für Schritt mit Hinblick auf die Gebietsbeschränkungen und die Aufgabenziele erweitert. So kann der Benutzer den Roboter innerhalb seines Arbeitsgebietes lokalisieren. Das vereinfacht die Arbeit mit dem Roboter, ohne dass Vorbereitungen getroffen werden müssen oder eine vorausgehende Infrastruktur wie fest angebrachte Kameras erforderlich ist.

Ist das Ortungssystem einmal eingestellt, kann mehr als ein Roboter innerhalb dieses Gebietes arbeiten. Die Roboter können entsprechend ihrer festgelegten Aufgaben oder Anwendungsbeschränkungen, wie der Sichtbarkeit eines bestimmten Gebietes oder eines Alarms, automatisch ihren Standort wechseln. Hier muss erwähnt werden, dass der Gebrauch des dynamischen Ortungssystems geeignete Roboter mit speziellen Formen erfordert.

Der Roboter kann verschiedene Aufgaben ausführen. Zum Beispiel kann er ein unbekanntes Gebiet erkunden und kartographieren oder ein vorgegebenes Objekt eigenständig erreichen. Die Instrumentation erlaubt dem Roboter außerdem, einer abgesteckten Bahn zu folgen oder eine Aufgabe in einem Bereich mehrmals zu wiederholen. Der mobile Roboter kann über das Internet mit Hilfe der WEBICAM-Technologie gesteuert werden.

Das patentierte System kann für die Überwachung privater Grundstücke sowie für die nächtliche Überwachung von Einkaufsgalerien, Lagern und Banken eingesetzt werden. Da es keine feststehende Infrastruktur gibt, kann der Roboter von eventuellen Einbrechern nicht ohne Weiteres erfasst und zerstört werden. So wird besonders in abgelegenen Gegenden mit beschränktem Zutritt die Sicherheit gewährleistet und die Überwachung größerer Gebiete als vorher erleichtert.

Bisher waren die autonomen mobilen Roboter lediglich eine im Labor realisierte technische Errungenschaft, konnten aber aufgrund des hohen Preises nicht oft eingesetzt werden. Da das dynamische Ortungsystem keine Infrastruktur erfordert und lediglich für den Roboter Wartungskosten anfallen, wird davon ausgegangen, dass die erforderlichen Investitionen deutlich reduziert werden können. Das könnte schließlich zu erschwinglichen Preisen für autonome Roboter führen.

Alain Blasius | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cri-sud-ouest.net

Weitere Berichte zu: Ortungsystem Referenzsystem Roboter Überwachung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Energieproduzierende Fenster stehen kurz bevor
23.02.2017 | University of Minnesota / Università degli Studi di Milano-Bicocca

nachricht Hauchdünn wie ein Atom: Ein revolutionärer Halbleiter für die Elektronik
23.02.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie