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Mit Biomasse zur Energiegewinnung

02.09.2005


Das ttz Bremerhaven (Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven) gibt am 1. und 2. September mit der Auftaktveranstaltung den Startschuss für das europäische Forschungs- und Entwicklungsprojekt "NETBIOCOF - Integriertes europäisches Netzwerk für Biomasse Co-Verbrennung". "Das von der Europäischen Kommission mit über 1 Mio Euro finanzierte Projekt dient vor allem der Netzwerkbildung auf internationaler Ebene, um die Entwicklung neuer Energieversorgungskonzepte zu fördern", erläutert ttz-Projektleiter Dr. Gerhard Schories.



"In Zeiten der drastischen Verteuerung fossiler Energieträger bei wachsendem Energiebedarf und starker Abhängigkeit von Importen in den europäischen Volkswirtschaften sind alternative Verfahren zur Energieerzeugung besonders gefragt", begründet Schories dieses internationale Engagement. Das ttz Bremerhaven koordiniert in dem 24 monatigen Projekt innovative Forschungsaktivitäten von 25 Projektpartnern aus Wissenschaft und Forschung, der Industrie sowie nationalen und europäischen Fachverbänden aus 19 europäischen Ländern.



"Ziel des Projektes ist es in nationalen und internationalen Forschungsarbeiten neue Energieversorgungskonzepte und maßgeschneiderte Technologien zur energetischen Nutzung von besonders unweltfreundlicher Biomasse zu entwickeln", erklärt Schories. "Eine stärkere Nachfrage nach Biomasse als Energieträger eröffnet außerdem neue Perspektiven für kleine und mittelständische Betriebe der Landwirtschaft und leistet somit einen wirtschaftlichen Beitrag für die europäische Gemeinschaft insgesamt. Natürlich sollen zugleich ökonomische Lösungsansätze präsentiert werden."

"Das Projekt NETBIOCOF wird einen wichtigen Beitrag leisten, die besonders umwelt- und klimafreundliche Biomasse als Energieträger im Europa von morgen zu etablieren", betont ttz-Geschäftsführer Werner Mlodzianowski.

Dieses Projekt ist auch ein Beitrag des ttz Bremerhaven zum Jahr der "Stadt der Wissenschaft" in Bremen und Bremerhaven im Jahr 2005.

Dem ttz Bremerhaven sind sechs Forschungsinstitute zugehörig, die sich der Entwicklung moderner marktfähiger Produkte und Prozesse verschrieben haben. Dies sind jeweils das Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB); das Umweltinstitut; das Institut für Energie- und Verfahrenstechnik (IEV); das Bremerhavener Institut für Gesundheitstechnologien (BIGT); das Bremerhavener Institut für Biologische Informationssysteme (BIBIS) sowie das Bremerhavener Institut für Organisation und Software (BIOS).

Den Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt der Blauen Biotechnologie hat das ttz Bremerhaven im Biotechnologiezentrum Bio-Nord in Bremerhaven angesiedelt. Bremerhaven ist von der Europäischen Union als Schwerpunktregion für die Blaue Biotechnologie anerkannt.

Benjamin Küther | idw
Weitere Informationen:
http://www.ttz-bremerhaven.de
http://www.bio-nord.de
http://www.stadtderwissenschaft-2005.de

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