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3000 Kilometer mit der Energie der Sonne

18.08.2005


HansGo!, der Solarrennwagen der FH Bochum, startet wieder bei der World Solar Chellange, der Weltmeisterschaft der Solarmobile in Australien


HansGo! unterwegs bei der World Solar Challenge 2003 Bild: FH Bochum



Alle zwei Jahre treffen sich Teams aus aller Welt im australischen Frühling in Darwin zum Rennen quer durch den Kontinent nach Adelaide. Über 20 Sonnensprinter unter anderem aus Holland, Belgien, Frankreich, Kanada, USA, Japan, Taiwan, Puerto Rico, Iran und Deutschland werden zum Härtetest für Mensch und Material "down under" erwartet.

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HansGo!, die rote Rennflunder der Ingenieur-Studenten aus Bochum ist zum zweiten Mal mit dabei, aber nur die äußere Hülle gleicht dem Fahrzeug, das im Jahr 2003 den fünften Platz World Solar Challenge und den Preis für technische Innovation erreicht hat. Nahezu alle elektrischen und mechanischen Komponenten wurden mit den Erfahrungen der letzten Rennen neu entwickelt. Eine optimierte Gewichtsverteilung in Verbindung mit dem Fahrwerk, das modernen Rennsportstandards genügt, sorgt dafür, dass mit dem ebenfalls neuen Motor bei optimaler Straßenlage Geschwindigkeiten über 120 km/h möglich werden. Eine hydraulische Niveauregulierung mit einem entsprechenden Sensor an der Einarmschwinge des Hinterrads stellt jetzt das Profil des Rennwagens unabhängig von der Beschleunigung optimal in den Fahrtwind: Voraussetzung für den idealen cw-Wert und genügend Bodenhaftung. Die im Entwurf schon 2003 vorgestellte Telemetrie-Technologie mit CAN-Bus- und Bluetooth-Komponenten überwacht in der nun weiterentwickelter Form alle wichtigen Parameter im Sonnenrenner und überträgt sie per Funk an die Begleitfahrzeuge.

Das Team der 15 Studierenden aus Bochum wird bei der World Solar Challenge 2005 durch weitere Hochschulen unterstützt. Die FH Stralsund, international erfolgreich bei der Formula Student, einem Wettbewerb für Rennwagen mit fossilen Brennstoffen, will sich zukünftig auch beim Bau mit regenerativer Energie betriebener Flitzer engagieren. Sandra Hensel, die Teamleiterin des Stralsunder Solarcar-Teams soll vom "Know-how" der Bochumer Kommilitonen profitieren. Von der anderen Seite der Erdkugel kommen fünf Elektrotechnik-Studenten, die mit logistischer Unterstützung dafür sorgen werden, dass HansGo! auch diesmal ganz vorne mitfährt. Die Waikato-Unversität aus Neuseeland, eine Partnerhochschule der FH Bochum, plant einen eigenen Solarboliden, und die Studierenden haben die Chance, während des Rennens erste Praxiserfahrungen mit der solaren Renntechnologie zu sammeln.

Die Fachhochschule Bochum wird auch in diesem Jahr wieder aktuell im Internet vom Rennen berichten, das am 25. September in Darwin beginnt.

Detlef Bremkens | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-bochum.de/solarcar

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