Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

LED-Technik-XXL – Zwei Meter Bilddiagonale

20.07.2005


LED-Technik-XXL – Zwei Meter Bilddiagonale (soosram200504-01)


Bisher unerreichte Bilddiagonalen ermöglicht ein neues Hinterleuchtungssystem für Displays von Osram Opto Semiconductors. Ein zwei Meter großer Prototyp beherbergt 1120 Leuchtdioden (LED) des Typs Golden Dragon. Die Diagonale beträgt 82 Zoll, etwa so groß wie eine Tür. Da das System skalierbar ist, können damit auch weitaus größere Flächen hinterleuchtet werden. Für den praktischen Einsatz eignet es sich für die Hinterleuchtung von LCD-Fernsehbildschirmen. Da es eine besonders geringe Leistungsaufnahme hat, braucht es aufgrund der minimalen Wärmeentwicklung keine Kühlventilatoren. Das reduziert wiederum die Betriebskosten.

... mehr zu:
»Backlight »Display »LED »Osram

Die LED der Siemens-Tochter Osram sind inzwischen der heute üblichen Kaltkathoden Fluoreszenz-Technik für LCD-Hinterleuchtung nahezu ebenbürtig. Laut Osram fehlen dazu nur noch 20 Prozent an Verbrauchseffizienz. Neben der Dünnfilmtechnik, einer Spiegelschicht, die für minimale Streuung innerhalb der LED und damit für maximale Leuchtkraft in nur eine gewünschte Richtung sorgt, arbeiten die Golden-Dragon-Dioden mit einer zusätzlichen Speziallinse, die ebenfalls aus den Entwicklungslabors von Osram Opto Semiconductors stammt. Bei der Hinterleuchtung werden damit trotz verbesserter Darstellung sogar noch LED eingespart.

Inzwischen wird bereits an der nächsten Generation gearbeitet: Die so genannten Backlights sollen dann noch dünner und kosteneffizienter werden. Auf LED basierende Backlights ermöglichen aufgrund extrem schneller Schaltzeiten (unter 100 Nanosekunden) Darstellungen ohne Schlieren. Zukünftig soll auch der Farbfilter bei der LCD-Oberfläche der Displays wegfallen, da die Backlights dann von selbst das Display mit den einzelnen Primärfarben ansteuern. Durch die Schnelligkeit der Einzelfarb-Bildfolge erkennt das menschliche Auge ein Bild von hervorragender Brillanz. Die Lichtquelle macht die Displays noch unabhängiger von Außentemperaturen. Bislang schränken die LCD-Flüssigkristalle den Einsatzbereich auf minus 40 bis plus 85 Grad Celsius ein.


Der Siegeszug der LED bezieht sich bislang auf jene Bereiche, in denen sie ihre Vorteile wie Lebensdauer, Punktgenauigkeit, geringe Größe und spezielle Farbeigenschaften ausspielen kann. Gelingt es aber, die Helligkeit der Chips weiter zu steigern und mit den Produktionskosten den Preis zu senken, besteht die Chance, dass die bislang verhältnismäßig teuren LEDs schon bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts herkömmliche Leuchtmittel in der Allgemeinbeleuchtung weitgehend ablösen. (IN 2005.07.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: Backlight Display LED Osram

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht TU Ilmenau erforscht innovative mikrooptische Bauelemente für neuartige Anwendungen
21.09.2017 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Bald bessere Akkus?
21.09.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie