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Energieeinsparung beim Öltransport

30.06.2005


Die Einführung von langkettigen Polymeren als Fließverbesserer oder Strömungsbeschleuniger in Öl-Pipelinenetzen bietet ein erhebliches Potenzial für umfassende Einsparungen im Energieverbrauch. Im Rahmen des AESOP-Projekts hat man sich auf diesen Sachverhalt konzentriert und die Auswirkungen dieser Strömungsbeschleuniger (DRAs - Drag Reducers Agents) auf die Energieeinsparungen von Öl-Pipeline-Betreibern untersucht.



Man geht davon aus, dass durch Reibung verursachte Druckabfälle und Widerstände in Öl-Pipelines zu beträchtlichen Energieverlusten führen und den Durchsatz einschränken. Es wurde herausgefunden, dass langkettige Polymere in der Lage sind, die turbulenten Strömungseigenschaften von Flüssigkeiten wie Öl zu verändern, indem sie die Intensität der Turbulenz mindern.



Das Einspritzen dieser so genannten DRAs in die Öl-Pipelines besitzt das Potenzial, die Strömung zu erleichtern. Dennoch zögern die Betreiber von Öl-Pipelines noch, diese Verfahren einzusetzen. Bis jetzt waren die Kenntnisse über die Gestaltung und Verwendung solcher Methoden im industriellen Maßstab nicht ausreichend.

Die Forscher des AESOP-Projekts nahmen dies zum Anlass, sich darauf zu konzentrieren, einen besseren Einblick in die Auswirkungen zu erlangen, die eine Einführung von DRAs in Öl-Pipelinenetze hat. Hierin eingeschlossen war das Verständnis des Teilungsprozesses der Polymerkette sowie die Quantifizierung der Energiereduzierung beim Öltransport.

Im Rahmen von zwei Szenarien wurden speziell die Energieeinsparungen untersucht, die sich aus der Nutzung von DRAs in Pipelines ergeben. Unter der Annahme, dass die durch die Pipeline übertragene Kapazität nicht erhöht wird, wurde die Menge im ersten Szenario nicht erhöht, während das zweite Szenario einen Überschuss beinhaltet, der auf der Straße transportiert wird.

In beiden Fällen wurde geschätzt, dass der Grad der Energieeinsparung in Abhängigkeit von der Konzentration des Zusatzstoffes auf einen Bereich von 3,000 bis 11,000GWh fällt. Derartige Energieeinsparungen können zur Verbesserung der Effizienz und der Transportkapazitäten in der Öltransportindustrie beitragen und sich möglicherweise beachtlich auf die Energiekosten auswirken.

Neben den Kostensenkungen haben Energieeinsparungen beim Transport von Öl auch noch Auswirkungen auf die Umwelt, denn sie führen zu einem geringeren Ausstoß von CO2 und anderen Schadstoffen. Die Studie steht für den Informationsaustausch bzw. weitere Analysen mit Unternehmen offen, die Pipelines zum Transport von Öl betreiben.

Jose Maria Rodriguez | ctm
Weitere Informationen:
http://www.clh.es

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