Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SOLPRO – Photovoltaik-Expertenkreis aus Industrie und Forschung meldet Erfolge

13.06.2005


Der SOLPRO-Expertenkreis


Kostenreduzierende Technologieschritte finden Eingang in die Produktion


Deutschland nimmt weltweit eine Spitzenposition in der Entwicklung von innovativen Technologien für kristalline Silicium-Solarzellen ein. Initiiert und koordiniert von den Fraunhofer-Instituten für Produktionstechnologie IPT in Aachen und für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg hat sich der Expertenkreis SOLPRO etabliert. Das Konsortium setzt sich aus den genannten Instituten und insgesamt 13 Industrie-Partnern zusammen, dazu zählen Solarzellen- und Modulhersteller ebenso wie Anlagen- und Komponentenhersteller. SOLPRO verfolgt das Ziel, innovative Technologieansätze mit hohem Kostenreduktions- und Umsetzungspotenzial zu identifizieren und deren Umsetzung auf den Weg zu bringen. Die SOLPROProjektarbeit wird durch die Industriepartner und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU gefördert.

Eine Vielzahl heute erfolgreich umgesetzter Entwicklungen wurden im SOLPRO-Expertenkreis initiiert und getestet. Beispiele dazu sind:

  • Die Entwicklung des Kathodenzerstäubungsverfahrens zur Abscheidung der im Solarzellenprozess verwendeten Siliciumnitridbeschichtung. Die Verwendung des Verfahrens ergibt Vorteile hinsichtlich der notwendigen Gasinfrastruktur, der Gleichmäßigkeit der Schichten und der Hochskalierbarkeit der Prozesse.
  • Die Verwendung von spiegelgesteuerten Festkörper-Lasern zur effizienten und schnellen elektrischen Isolation zwischen Vorder- und Rückseite der Solarzelle.
  • Der Einsatz kontaminationsarmer Transportvorrichtungen in Hochtemperaturstrecken.

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE


Heidenhofstraße 2
79110 Freiburg
Presse und Public Relations
Karin Schneider
Tel.: +49 (0) 7 61/45 88-51 50
Fax: +49 (0) 7 61/45 88-93 42
E-Mail: info@ise.fraunhofer.de

Der SOLPRO-Expertenkreis arbeitet mit einer bewährten Methodik. Jährlich finden zwei Tagungen statt, in denen die aktuellen Trends in Forschung und Entwicklung vor dem Hintergrund des PV-Marktes präsentiert und mit den Projektpartnern diskutiert werden. Hier werden drei Themen ausgewählt, für die Projektteams aus den jeweiligen Know-how- Trägern gebildet werden. Für das folgende Halbjahr werden die Themenfelder mittels Recherchen, Experimenten, Simulationen und Kostenanalysen untersucht, um abschließend eine fundierte Bewertung der betrachteten Technologien vornehmen zu können. Die Ergebnisse bilden dann den Ausgangspunkt für aufbauende Entwicklungsprojekte.

Diesen in der Photovoltaik-F&E einzigartige SOLPRO-Ansatz haben die Fraunhofer-Institute 1997 vor dem Hintergrund des Rückzugs der Solarzellenhersteller vom Standort Deutschland vorgeschlagen. Bereits damals beteiligten sich zwölf Unternehmen aus dem Bereich Anlagen- und Komponentenherstellung. Mit der vom Bundesministerium für Wirtschaft unterstützten Verlängerung des SOLPRO-Projekts kamen 1999 Solarzellen- und Modulhersteller zum Expertenkreis hinzu.

Zuletzt traf sich der SOLPRO-Expertenkreis im April beim Fraunhofer ISE in Freiburg zum halbjährlichen Expertentreffen. Im Anschluss wurden in einem Forum mit mehr als 50 interessierten Vertretern der PV-Szene der SOLPRO-Expertenkreis und Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeit vorgestellt. Die SOLPRO-Partner beabsichtigen den Expertenkreis über das Ende der aktuellen Laufzeit Ende 2005 hinaus fortzusetzen.

Rosemarie Becker | ISE Fraunhofer
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: SOLPRO SOLPRO-Expertenkreis Solarzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektrische Felder steuern Nano-Maschinen 100.000-mal schneller als herkömmliche Methoden
19.01.2018 | Technische Universität München

nachricht Perowskit-Solarzellen: mesoporöse Zwischenschicht mildert Einfluss von Defekten
18.01.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie