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Neue Lasermesstechnik entwickelt

24.05.2005


Fachhochschule Trier entwickelt neue Lasermesstechnik - Internationales Interesse an der neuen Untersuchungsmethode.


Im Labor von Professor Lianxiang Yang an der Universität in Detroit wurde erstmalig ein an der Fachhochschule Trier entwickeltes Gerät (OPTO-Dynamik) zur Messung und Darstellung von schwingenden Bauteilen für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung getestet. Damit können Fehlstellen und Schwachstellen an Bauteilen leichter gefunden und analysiert werden.

Bei seinem bereits dritten Besuch in Detroit konnte Professor Michael Schuth von der FH Trier den Kontakt mit der Oakland University somit weiter ausbauen. "Einen vollen Erfolg" nennt der seit acht Jahren mit der optischen Messtechnik an der FH Trier beschäftigte Wissenschaftler den Besuch. Die Ergebnisse der an der Oakland University durchgeführten dynamischen Untersuchungen, bei der ein Laserstrahl in einzelne Abschnitte zerhackt wird und ein Versuchsobjekt beleuchtet, übertreffen die Erwartungen bei weitem. "Das Verhalten von schwingenden Bauteilen kann jetzt flächenmäßig untersucht werden. Fehlstellen und Schwachstellen schwingen in einer komplexen Struktur anders als gute Stellen. Somit lassen sich solche Schwachstellen leichter als bisher finden", so Schuth.


Auch die Wirtschaft bekundete ihr Interesse. Daimler Chrysler, Ford und General Motors schickten Ingenieure, um sich über die neuen Geräte zu informieren. Für die Automobilhersteller lassen sich damit im Bereich der Qualitätssicherung beispielsweise die Stellen der Geräuschabstrahlung an PKW besser auffinden und dann verbessern.

Seinen Besuch in Detroit konnte Schuth auch nutzen, um auf einem weltweit anerkannten Kongress der Automobilindustrie in einem Vortrag über ein ebenfalls an der FH Trier neu entwickeltes Endoskopisches Lasermesssystem für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung zu informieren. Mit diesem veränderten Endoskop - Interferoskop genannt - können Fehlstellen innerhalb von Holkörpern und Strukturen gefunden und analysiert werden.

Besonders freut sich der FH-Professor darüber, dass er die Tagungsleitung im Bereich Optical Technics in Automotive Engineering (Optische Technologien im Ingenieurwesen der Automobilindustrie) innehatte: "Dieses Tüpfelchen auf dem I beschert uns weitere internationale Anerkennung der Fachhochschule Trier. Ich bin überzeugt, dass der Bereich der optischen Messtechnik in Zukunft noch viel mehr an Bedeutung gewinnen wird. Einem Bereich, in dem wir in Deutschland noch Spitzenreiter sind."

Aber nicht nur die Wissenschaftler und die Industrie sollen von den guten Kontakten profitieren. Auch ein zukünftiger Studierendenaustausch zwischen den Labors der Professoren Yang und Schuth wurde vereinbart.

"Detroit ist nun mal eine gute Adresse für die Automobilindustrie und somit freuen wir uns über die gute Kooperation mit der Oakland Universität", betont Professor Schuth die Bedeutung der Beziehungen für die FH Trier.

Das internationale Interesse an den FH-Entwicklungen weitet sich derzeit auch auf China und Indien aus. So wurde Schuth bereis von Professor Michael Y. Y. Hung von der City University of Hong Kong nach China in sein optisches Labor eingeladen. Und im Juni erwartet die FH in Detroit eine indische Delegation von Wissenschaftlern, die ebenfalls Interesse an den neuen Untersuchungsmethoden auf dem Gebiet der optischen Messtechnik hat.

Konstanze Kristina Jacob | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-trier.de/presse/presseinfos

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