Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher wollen Erdbebenzyklus kalkulierbar machen

03.05.2005


Alle 3.000 Jahre bebt es heftig um den Lake Tahoe



Das kobaltblaue Wasser des Lake Tahoe an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada könnte sich eines Tages zu einem gewaltigen Tsunami aufbäumen und zu schweren Verwüstungen in der so beliebten Tourismusregion führen. Um dem 3.000-Jahreszyklus der schweren Erdbeben in der Region auf die Spur zu kommen, haben nun Forscher der Scripps Institution of Oceanography an der University of California in San Diego genaue Untersuchungen am See durchgeführt.

... mehr zu:
»Erdbeben »Erdbebenzyklus »Tsunami


Der rund 520 Quadratkilometer große Lake Tahoe zählt zu den bekanntesten touristischen Zielen in den westlichen USA. Jährlich lockt die Region Tausende Touristen an, die Spiel und Show mit Natururlaub verbinden. Für Geologen ist die Region ein großes Rätsel, denn am Grund des bis zu 500 Meter tiefen Sees verläuft eine geologische Falte. Etwa alle 3.000 Jahre kommt es hier zu extremen Erdbeben. Nun fürchten die Experten, dass ein solches zu einem gigantischen Tsunami führen könnte, dessen Wellen bis zu zehn Meter hoch sind. Eine Warnung vor einer solchen Naturkatastrophe wäre nicht möglich. Mit den Messgeräten wollen nun die Wissenschaftler die geologische Geschichte der vergangenen 10.000 bis 20.000 Jahre untersuchen.

Dass es in dieser Region immer wieder zu Erdbeben und Erdrutschen gekommen ist, wissen die Forscher. Die genauen Intervalle sind aber nicht bekannt, berichten sie in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins "Geology". Bisher scheiterten die Untersuchungen am Grund des Sees an der großen Tiefe. Zur besseren Erkundung setzen die Forscher ein System namens CHIRP ein. Dabei dringen akustische Signale am Grund des Sees in die Sedimentschichten ein und geben Aufschluss über die seismische Geschichte. Mithilfe von Lasertechnologie und einem akustischen Mapping System sollen außerdem weitere Charakteristika des Sees erkundet werden. Zusätzlich wurden Sedimentproben entnommen um die geologische Geschichte genauer zu erforschen. Nach alten Legenden soll im Lake Tahoe ähnlich wie in Loch Ness ein Seeungeheuer namens Tessie leben, doch davon berichten die Wissenschaftler nichts.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ucsd.edu

Weitere Berichte zu: Erdbeben Erdbebenzyklus Tsunami

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Intelligentes Lademanagement entwickelt – Forschungsprojekt ePlanB abgeschlossen
18.10.2017 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik