Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartiges Drehgenerator-Brenner-System nutzt eingesetzte Energie besser

01.08.2001


Techniken zu entwickeln, die es ermöglichen Energie noch sparsamer, effizienter, wirtschaftlicher und umweltschonender einzusetzen, gehört zu den Herausforderungen der Zukunft. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert Forschung, Entwicklung und Demonstration solcher Techniken deshalb im Rahmen seines Energieforschungsprogramms.

Eines der Vorhaben, das mit mit rd. 491 Tsd DM aus dem BMWi-Haushalt gefördert wurde, ist DREBS, ein neuartiges Drehgenerator-Brenner-System. Es wurde gemeinsam vom Betriebsforschungs-Institut (BFI), einem Institut für angewandte Forschung des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute (VDEh) in Düsseldorf, und der Hamon Rothemühle Cottrell GmbH entwickelt, getestet und zur Betriebsreife gebracht.

Das innovative System basiert auf dem bekannten Prinzip des für niedere Temperaturen geeigneten sog. Ljungström-Wärmetauschers. Durch die Verknüpfung von bewährten Verfahren mit moderner Technik konnte die Einsatztemperatur des sich drehenden Wärmetauschers auf ca. 1400 Grad Celsius erhöht werden. Damit ist der Einsatz in zahlreichen industriellen Prozessen der Stahl- und NE-Metallindustrie, der Chemie und Petrochemie sowie der Keramikindustrie möglich.

Durch die Rückführung der hochtemperaturigen Abgasenergie in den Produktionsprozeß können sowohl der Energieeinsatz als auch die freigesetzten CO2-Mengen gesenkt werden. Besonders bei sehr hohen Prozeßtemperaturen über 1.000 Grad Celsius können so bis zu 50 % des Brennstoffes eingespart werden.

Nach umfangreichen Tests an einem betriebsnahen Brennerversuchsstand wurde das System inzwischen in einem Edelstahlwerk erfolgreich industriell erprobt. Dabei wurde die Abwärme eines Heizstandes für Stahl-Pfannen genutzt, um die Verbrennungsluft für die Brenner vorzuwärmen. Die in der heißen Brennluft enthaltene Wärmemenge ersetzt somit einen Teil des sonst notwendigen Brennstoffes. Bei einer Prozeßtemperatur von ca. 1.200 Grad Celsius wird die Verbrennungsluft mit einem Wirkungsgrad des Wärmetauschers von 87 % auf fast 1.050 Grad Celsius vorgewärmt, so dass die benötigte Brennstoffmenge um die Hälfte gesenkt werden konnte. Entsprechend wird die freigesetzte CO2-Menge halbiert.

Jetzt sollen verschiedene Betriebsanlagen mit DREBS ausgerüstet werden, um so zu einer nachhaltigen Verringerung des Primärenergieverbrauchs und der CO2-Emission beizutragen.

Weitere Informationen können beim Betriebsforschungsinstititut (BFI) des VDEh abgerufen werden bei
Herrn Wolfgang Bender
Telefon: 0211/ 67 07 - 3 17
Telefax : 0211/ 67 07 - 2 05
E-Mail : wolfgang.bender@bfi.de

Wolfgang Bender | BMWi NEWSLETTER

Weitere Berichte zu: BFI Brennstoff DREBS Drehgenerator-Brenner-System

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie