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Biegsame Bildschirme

31.03.2005


Wissen bewegt.



Unter diesem Motto präsentieren sich in diesem Jahr Hochschulen und Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen auf der Hannover Messe. Mit 23 Highlights bieten die Hochschulen auf dem Gemeinschaftsstand Forschungsland NRW innovative Spitzenforschung (Halle 2, Stand C 36).



An der Universität zu Köln gelang es der Forschergruppe um Prof. Dr. Klaus Meerholz in Kooperation mit Prof. Dr. Oskar Nuyken, TU München, und der Firma Covion Organic Semiconductors GmbH, leuchtende Polymere zu entwickeln, die einer neuen Generation von Displays und Bildschirmen den Weg bereiten.

Die derzeit auf dem Markt erhältlichen Flachbildschirme mit Flüssigkristallen könnten in naher Zukunft durch noch hellere, sparsamere und sogar biegsame Bildschirme abgelöst werden, deren Leuchtpunkte aus winzigen organischen Leuchtdioden ("OLED", engl.: Organic Light-Emitting Diode) bestehen.

Die Leuchtpunkte jedes Bildschirmes sind für sich genommen einfarbig rot, grün und blau. Den Kölner Forschern gelang es, Polymere zu entwickeln, die als dünne Nanoschichten auf-getragen, genau in diesen Farben leuchten, sobald eine elektrische Spannung anliegt. Darüber hinaus konnten diese Polymere dahingehend verändert werden, dass sie unter ultraviolettem Licht vernetzen. Hierunter versteht man die Ausbildung chemischer Bindungen zwischen benachbarten Molekülen. Dort, wo ein UV-Lichtpunkt die Polymerschicht bestrahlt, wächst auf diese Weise ein riesiges Molekül zusammen, das exakt die Größe und die Form des Lichtpunktes hat. Diese zusätzliche Eigenschaft der Vernetzbarkeit ermöglicht eine einfache und großflächige Mikro-Strukturierung der Polymerschichten mit Hilfe von Laserlicht oder UV-Licht durch Schattenmasken. Damit kann auch hier auf die in der Silizium-Chip-Herstellung bereits seit Jahren etablierte Photolithographie zurückgegriffen werden.

Die in Köln erfolgreich demonstrierte Anwendung dieser Technologie auf polymere Werkstoffe ebnet einer neuen Generation hoch auflösender Bildschirme den Weg.

Kontakt:
Universität zu Köln
Institut für Physikalische Chemie
Prof. Dr. Klaus Meerholz
Dr. Klaus Book
Luxemburger Str. 116, 50939 Köln
Tel: 0221 / 470-3696 Fax: 0221 / 470-5144
klaus.book@uni-koeln.de

Forschungsland NRW | idw
Weitere Informationen:
http://www.meerholz.uni-koeln.de

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