Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mini-Kraftwerk im Keller: Brennstoffzellentechnik als die Zukunftslösung

21.03.2005


In der stationären Brennstoffzellentechnik liegt die Zukunft der Heizwärme für das Eigenheim. Diese Technik ist wirtschaftlich und leistet einen wichtigen Beitrag zur Absenkung der Emissionen vom Treibhausgas CO2. Doch die Mini-Kraftwerke werden erst dann für den privaten Heizungskeller interessant, wenn sie herkömmlichen Heizungsanlagen das Wasser reichen können. Das kann durch die Optimierung der Wasserstoffwirtschaft in der Brennstoffzelle erreicht werden. Daran forscht Professor Dr. David Agar vom Institut für Technische Chemie.



Die ersten wirklich leistungsfähigen Geräte in der Größe einer Waschmaschine, sollen in fünf Jahren auf den Markt kommen. Bis dahin müssen diese stationären Kleinkraftwerke, eine vergleichbare Leistung wie konventionelle Anlagen erbringen, also Standzeiten von bis zu 40.000 Stunden. Um das zu erreichen, forscht Professor Agar zusammen mit der angehenden Doktorandin Anja Wick, an der Wasserstoffwirtschaft der Brennstoffzelle.



Das bedeutet: Die vier Katalysatoren (Umwandler), die an dem Prozess der Umwandlung von Erdgas in Wasserstoff beteiligt sind, werden von dem Team solange untersucht und verbessert, bis die effiziente Wasserstoffproduktion für die geforderte lange Betriebszeit gewährleistet werden kann. Forschungsziel ist, die Filtereigenschaft der Katalysatoren so zu optimieren, dass möglichst reiner Wasserstoff als Energiequelle zur Verfügung steht.

Den stationären Brennstoffzellenanlagen wird ein großes Marktpotenzial zugetraut. Denn, Energieüberschuss den diese Kleinkraftwerke im Eigenheim produzieren, kann als Restenergie zurück ins Stromnetz verkauft werden. Das erhöht die Rentabilität. Hinzu kommt, dass ein auffallend geringer Geräuschpegel beim Betrieb der Mini-Kraftwerke entsteht. Außerdem leistet die dezentrale Energieerzeugung durch die stationären Brennstoffzellen einen nennenswerten Beitrag zur Minderung des CO2 Ausstoßes zu dem sich Deutschland per Kyotoprotokoll verpflichtet hat.

Kontakt:
Prof. Dr. David Agar
Ruf: (02 31) 7 55 26 97

Ole Lünnemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-dortmund.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung
29.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Fraunhofer-Forscher entwickeln Hochdrucksensoren für Extremtemperaturen
28.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der schärfste Laserstrahl der Welt

Physikalisch-Technische Bundesanstalt entwickelt einen Laser mit nur 10 mHz Linienbreite

So nah an den idealen Laser kam bisher noch keiner: In der Theorie hat ein Laser zwar genau eine einzige Farbe (Frequenz bzw. Wellenlänge). In Wirklichkeit...

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der schärfste Laserstrahl der Welt

29.06.2017 | Physik Astronomie

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften