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OLEDs: Displays wie im Science-Fiction-Film

07.03.2005


Starr oder leicht und biegsam wie Folien, energiesparend und aus jedem Betrachtungswinkel ein brillianter Farbeindruck: Die nächste Display-Generation steht bereits kurz vor ihrer Markteinführung. Organische Leuchtdioden (OLEDs) erzeugen Licht direkt aus elektrischem Strom.



Sie bestehen aus Nanometer dicken Schichten organischer Halbleiter und organischer Farbstoffe. Je nach ihrer chemischen Struktur können sie Licht in allen sichtbaren Farben erzeugen. Diese Materialien werden zwischen zwei elektrische Kontakte eingebettet. Wenn Strom durch das Bauelement fließt, geben die elektrischen Ladungträger ihre Energie an die organischen Moleküle ab, die diese wiederum in Licht umwandeln.

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Bedingt durch ihre Funktionsweise sind OLEDs energiesparender als LCDs und deshalb besonders für mobile Anwendungen geeignet. Ihre gute Farbsättigung und der große Betrachtungswinkel machen sie besonders ergonomisch. Die organischen Farbstoffe lassen sich großflächig auf leichte und flexible Träger wie z.B. Kunststofffolien aufbringen. So entstehen Produkte in neuen Anwendungsgebieten, die mit den bisherigen Display-Technologien nicht erschlossen werden können. Zusammen mit Partnern aus der Industrie und mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) arbeitet das Institut für Hochfrequenztechnik der Technischen Universität Braunschweig im Labor für Elektrooptik an den Vorraussetzungen für den Einsatz der OLED-Technologie in marktfähigen Produkten. Darunter fallen Entwicklungen vom Materialdesign und Synthese organischer Materialien, Aufbau und Verbindungstechnik bis hin zu Kleinstserienfertigung von Displays.

Das Institut für Hochfrequenztechnik befasst sich mit dem gesamten Spektrum elektromagnetischer Wellen. Angefangen im Bereich der Mikrowellen, in dem Lösungen für die Satelliten-Direktkommunikation und das Automobilradar entwickelt werden, über den bisher kaum erschlossen Bereich der Terahertzwellen (T-rays), der ganz neue Möglichkeiten für die Kontrolle von Fertigungsprozessen, Sicherheitstechnik und mikrozellulare Datennetzwerke bietet, bis zum Frequenzbereich der Optik: Beispiele sind moderne Systeme für die Datenübertragung über Glasfasern, Sensorik für die Bauwerksüberwachung, neuartige Displaytechnologien (OLED) und Laser für den ultravioletten oder gesamten sichtbaren Spektralbereich aus keramischen Halbleitern oder neuartigen organischen Materialien.

Auf der CeBIT präsentiert das Institut für Hochfrequenztechnik seine Versuchsanlage zur Demonstration einer in-line Depositionsanlage organischer Substanzen. Besucher können dort direkt besichtigen, wie 4-Pixel-OLED-Displays entstehen.

Kontakt:
Technische Universität Braunschweig
Institut für Hochfrequenztechnik
Dr. Hans-Hermann Johannes, (E-Mail: h-h.johannes@tu-bs.de)
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Kowalsky (E-Mail: w.kowalsky@tu-bs.de)
Tel.: 0531/391-2000
www.tu-braunschweig/ihf

Zu sehen auf der CeBIT 2005 Hannover, 10. - 16. März 2005, Halle 9, Stand des BMBF B40.

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-braunschweig/ihf

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