Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bauteilvermessung mit 3-D-Röntgen-Computertomographie

28.02.2005


Dreidimensionale Rekonstruktion eine Aluminiumgussteils mit Lufteinschlüssen am rechten Rand. Im rechten Bildteil werden die detektierten Poren grafisch dargestellt. Die weit ausgedehnte Pore in der Mitte hat ein gemessenes Volumen von 11,08 mm³ Quelle: Fraunhofer


CT-Prozesskette beim dimensionellen Messen Quelle: Fraunhofer IPA


In der modernen Produktentwicklung und in der flexiblen und adaptiven Produktion stehen zunehmend Digitalisierungs-Technologien im Mittelpunkt innovativer Produktions- und Entwicklungskonzepte. Kurze Entwicklungszeiten und Null-Fehler-Produktion erfordern Messverfahren, die zeit- und kostengünstig sowohl zerstörungsfreie Materialprüfung als auch dimensionelles Messen ermöglichen. Die industrielle 3-D-Röntgen-Computertomographie (CT) bietet hierzu eine gute Voraussetzung, denn mit ihrer Hilfe können in einer Messung sowohl Material- als auch Formfehler detektiert und spezifiziert werden.


Problemstellungen in der industriellen Qualitätssicherung zeigen, dass oft weder die Bauteilvermessung noch die Materialprüfung mit den zur Verfügung stehenden taktilen und optischen Methoden und Technologien zufriedenstellend gelöst werden können. So gibt es einerseits sehr präzise Lösungen mit zerstörendern Prüfung und Vermessung und andererseits optische Verfahren, die aber nicht in der Lage sind, das Innere eines Bauteils zu digitalisieren. Die industrielle CT bietet hier den Vorteil, Objekte sowohl zerstörungsfrei als auch komplett mit allen innenliegenden geometrischen Elementen zu erfassen.

Vor allem in den frühen Phasen der Produktentwicklung kommt der industriellen Computertomographie neben den bereits etablierten optischen 3-D-Verfahren eine zentrale Rolle zu. Im fertigungstechnischen Umfeld werden CT-Anlagen heute hauptsächlich im Bereich der Materialprüfung eingesetzt. Lunker und Risse können so präzise erfasst werden. Das dimensionelle Messen von komplexen Bauteilen und der Vergleich von CAD-Modell und Messdaten gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung.


Auf der Control 2005 in Sinsheim werden das Fraunhofer EZRT und das Fraunhofer IPA die Vermessung von Bauteilen mit 3-D-Röntgen-Computertomographie präsentieren, wobei die komplette Prozesskette von der digitalen Volumendatenerfassung mittels CT bis zur messtechnischen Auswertung einzelner geometrischer Merkmale gezeigt wird.

Die Datenerfassung des Bauteils erfolgt durch das CT-MINI, einer kompakten 3-D-Röntgen-CT-Anlage, die als Mess-System für die Untersuchung von kleinen Bauteilen aus Leichtmetall, Kunststoff und Keramik optimiert ist. Anschließend werden aus den entstandenen Voxeldaten Oberflächendaten (Dreiecksnetze) generiert. Man erhält auf diese Weise eine erste Visualisierung der Messdaten. Die automatische Auswertung der Messung aller regelgeometrischen Elemente, wie z. B. von Ebenen, Zylindern oder Kugeln, basiert auf Algorithmen zur Besteinpassung. Die Benutzerinteraktion für die Auswahl der zu messenden regelgeometrischen Elemente ist nicht erforderlich, die Auswertung der Messdaten erfolgt automatisch.

Die Anwendung der CT als Messmittel ist für viele Branchen mit hohen Qualitätsanforderungen von Interesse. Insbesondere kommen die Automobilindustrie, deren Zulieferer, die kunststoffverarbeitende und die Elektronikindustrie in Frage.

Regina Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.vision.fhg.de/de/4/events/55.html
http://www.vision.fhg.de/de/5/presse/61.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften