Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konkurenz für Öl und Gas: Die Bio-Masse macht’s

07.02.2005


Die Erdölvorräte der Erde werden in etwa 40 bis 60 Jahren erschöpft sein; auch Erdgas und Kohle reichen nicht ewig. Wohl dem, oder besser wohl den Wirtschaftsräumen, die rechtzeitig die Entwicklung industrieller Produkte aus Biomasse fördern: Nur Länder, die sich frühzeitig von fossilen Rohstoffen unabhängig machen, können ökonomisch von ihrer veränderten Volkswirtschaft profitieren. Wie beispielsweise die USA die Umstellung auf eine Biomassewirtschaft massiv vorantreiben, während in Deutschland das Umdenken noch schwer fällt, berichten Protagonisten einer biobasierten Stoffwirtschaft um Birgit und Michael Kamm in der aktuellen Ausgabe der "Nachrichten aus der Chemie".


Ohne die Petrochemie geht es nicht - nahezu alle Kunststoffe sowie etliche tausend andere Stoffe, die uns täglich begegnen, basieren auf Erdöl. Aber wie soll die chemische Industrie ihre einfach zu handhabenden und chemisch reinen Grundprodukte herstellen, wenn die Erdölvorräte der Erde erschöpft sein werden?

Eine, wenn nicht sogar die einzige Alternative ist Biomasse. Sie ist preiswert, wächst nach und ist wie Erdöl aus vielen verschiedenen Stoffen zusammengesetzt, die sich in Bioraffinerien voneinander trennen lassen. Die einzelnen Bestandteile können dann - wie es die chemische Industrie gewohnt ist - als Ausgangsstoffe für eine breite Produktpalette dienen.


Die Bioraffinerie arbeitet ähnlich wie eine Erdölraffinerie. Weil sich jedoch die Zusammensetzung der Biomasse sehr stark von der Erdölzusammensetzung unterscheidet, ist es nicht ganz einfach, aus "Bio" Chemie zu machen. Es ist daher wichtig, eine Möglichkeit zu finden, mit der sich das Funktionsprinzip der Erdölraffinerien auf Bioraffinerien übertragen lässt.

Vorreiter sind die USA, die offensiv auf eine Umstellung zur Biomassewirtschaft setzen: Im Jahr 2030 soll ein Viertel aller derzeit auf fossilen Rohstoffen basierenden organischen Grundstoffe auf Biomasse basieren und vorrangig mit Bioraffinerietechnik produziert werden. Mehr als 40 der US-amerikanischen Bundesstaaten haben eigene Programme, mit denen sie die Entwicklung biobasierter industrieller Produkte fördern.

Wie Bioraffinerien funktionieren, warum das amerikanische Unternehmen Cargill Dow LLC ein industrieller Leuchtturm der biobasierten Industrie ist und welche Initiativen es zur Förderung der Biomassenutzung in Deutschland gibt, dokumentiert ein Autorenteam aus Industrie und Forschung in der aktuellen Ausgabe der "Nachrichten aus der Chemie". Das Heft und weitere Informationen gibt es von der Redaktion der "Nachrichten" bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), Telefon 069 7917 462, nachrichten@gdch.de.

Dr. Ernst Guggolz | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

Weitere Berichte zu: Biomasse Biomassewirtschaft Bioraffinerie Erdöl

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe

23.06.2017 | Förderungen Preise

Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern

23.06.2017 | Informationstechnologie

Virologen der Saar-Uni entdecken neuen Mechanismus, der die Hautkrebs-Entstehung begünstigt

23.06.2017 | Biowissenschaften Chemie