Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektronik für Flugzeug-Toilettensystem und Testmethodik entwickelt

24.01.2005


  • Check up für unsichtbare Entscheidungsträger
  • Elektronik für Flugzeug-Toilettensystem und Testmethodik entwickelt
  • RUB-Maschinenbauer kooperieren mit Airbus, Deutschland

Er wurde eben in Toulouse feierlich enthüllt - der Airbus A380. Deutscher Part dieses europäischen Gemeinschaftsprojekts ist sein Innenausbau mit einer Elektronik, die heute so komplex ist wie die Flugsteuerung. Elektronische Steuereinheiten, sog. Controller, unterliegen einem strengen Testregime. In einer Kooperation von Airbus Deutschland GmbH, Hamburg, und dem Lehrstuhl für Regelungssysteme und Steuerungstechnik (Prof. Dr.-Ing. Gunter Reinig) haben Dr.-Ing. Murat Ünlü und Dr.-Ing. Michael Rempe eine elektronische Steuerung für ein Flugzeug-Toilettensystem sowie eine "Toolgestützte Validierungsmethodik zur integrierten Prüfung in Gesamtsystemen" entwickelt.



Controller-Kommunikation



Controller befinden sich zu Hunderten an Bord moderner Passagierflugzeuge. Sie stellen Knotenpunkte in den Datennetzen innerhalb und zwischen einzelnen Systemen dar (Toiletten- und Frischwassersystem, Klimasystem, Flugsteuerung usw.). Bei einer Flugzeug-Toiletteneinheit sorgen sie dafür, dass per Knopfdruck Ventile gesteuert werden, damit Toilettenbecken gespült und das Abwasser in dafür vorgesehene Tanks gelangt. Die Kommunikation zwischen allen Systemen wird in sog. Integrationstests überprüft. Sie beginnen mit der Inbetriebnahme einzelner Geräte an einem Teststand und enden mit Flugerprobungsversuchen, bei denen alle Systeme endgültig ihren Funktionsnachweis erbringen müssen.

Teststand: gezielte Fehlerprovokation

Der Teststand für das Flugzeug-Toilettensystem ist der einzige mit einem originalgetreu im Maßstab 1:1 nachgebauten Abwasser- und Frischwassersystem eines Airbus - u.a. mit Toiletten, Waschbecken sowie Rohrleitungen aus Plexiglas. Das dazu gehörige Testsystem weist mehr Elektronik auf, als später im Flugzeug vorhanden ist. Die Software und die elektronischen Geräte haben die Ingenieure speziell für diese Testmethode entwickelt oder an sie angepasst und in den Teststand integriert. Mit der hochautomatisierten Testplanung und -durchführung simulieren die Forscher Tausende von Testfällen. Allein der Ausfall der elektrischen Spannung für Sekundenbruchteile, wenn ein Triebwerk auf ein anderes umschaltet, erhöht die durchzuführenden Tests um ein Vielfaches.

"Smarte Testcontroller" für alle Fälle

Mit der Entwicklung von "Smarten Testcontrollern" haben sich die Ingenieure kleine Helfer (transportable Geräte) geschaffen, die in allen Testphasen eingesetzt werden können: Im Integrationstest ersetzen sie Controller, indem sie diese simulieren oder sie nehmen per CAN-Bus die Kommunikation mit anderen Controllern auf. Im Flugtest geben sie an Bord Einblick in das unsichtbare "Schalten und Walten" der Controller.

Bild und Text ausführlich in MaschinenbauRUBIN

Den vollständigen Beitrag und Abbildungen zum Herunterladen finden Sie in der Sonderausgabe des RUB-Wissenschaftsmagazins MaschinenbauRUBIN unter
http://www.rub.de/rubin/maschinenbau

Weitere Informationen

Dr.-Ing. Murat Ünlü, Airbus Deutschland GmbH, Hamburg, und Lehrstuhl für Regelungssysteme und Steuerungstechnik der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 040/74382759, Email: Murat.Uenlue@airbus.com

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.rub.de/rubin/maschinenbau

Weitere Berichte zu: Airbus Elektronik Flugzeug-Toilettensystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften