Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bioöl goes offshore

01.11.2004


Online-Öldiagnose minimiert Wartungskosten für Windkraftanlagen



Windkraftanlagen werden durch den Einsatz von Bioschmierstoffen umweltverträglicher und sicherer. Das wollen die Fuchs Lubritech GmbH Weilerbach, die RWTH Aachen und weitere Partner durch den Praxiseinsatz von Bioölen für die besonders anspruchsvolle Schmierung von Windkraftanlagen in Offshore-Parks nachweisen. Durch den Bioschmierstoffeinsatz werden nicht nur die Umweltrisiken im küstennahen Bereich minimiert. Die integrierten Elemente eines Condition Monitoring machen den Betrieb auch sicherer, da der Gebrauchszustand und die wesentlichen Parameter der Schmierstoffe über eine Online-Sensorik kontinuierlich überwacht werden sollen.

... mehr zu:
»Bioöl »Schmierstoff »WKA »Windkraftanlage


In Deutschland sind gegenwärtig erst 5 % der Windkraftanlagen (WKA) mit Schmierstoffen auf Basis von Pflanzenölen ausgerüstet, obwohl deren hohe technische Leistungsfähigkeit in zahlreichen Forschungsvorhaben und Praxiseinsätzen seit Jahren nachgewiesen ist.

Viele WKA-Betreiber scheuen dennoch das Risiko, konventionelle mineralölbasierte Produkte durch Bioschmierstoffe zu ersetzen. Um diese Vorbehalte abzubauen und die Akzeptanz für Bioöle zu verbessern, wollen die Projektpartner den Nachweis erbringen, dass diese Produkte auch den anspruchvollen technischen Anforderungen bei Wind und Wetter gewachsen sind. In dem von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) geförderten Vorhaben werden die relevanten Schmierstellen repräsentativer WKA, wie die Hauptgetriebe, die Azimut- und Pitchgetriebe als auch die Lager, konsequent auf biogene Schmierstoffe umgestellt.

Im Fokus der Forschung steht die Weiterentwicklung einer neuen Generation von umweltverträglichen Industriegetriebeölen auf der Basis von biogenen Grundölen, mit denen der Getriebewirkungsgrad erhöht und die Leistung der WKA gesteigert werden soll.

Beim Praxiseinsatz soll vor allem der Nachweis der Langzeitstabilität der Öle unter dem Einfluss extremer klimatischer Bedingungen, wie Temperatur und Feuchtigkeit, erbracht werden. Da der Ölzustand ein wesentlicher Faktor für die Betriebsbereitschaft der Windkraftanlagen ist, wird eine Online-Sensorik dabei den Ölzustand kontinuierlich überwachen und die Messsignale an Land senden. Dieses "Condition Monitoring" analysiert in der Testphase den Wassergehalt des Öls und wird später um weitere Messsignale, wie z. B. den Viskositätsindex und die Partikelbelastung, erweitert. Die zuverlässige und kontinuierliche Ölüberwachung vor Ort soll eine zeit- und kostenintensive Probenahme bei abgelegenen Windkraftanlagen ersetzen und gleichzeitig die Betriebssicherheit erhöhen.

Weitere Informationen zu biogenen Schmierstoffen und Hydraulikflüssigkeiten und zum Markteinführungsprogramm stehen im Internet zur Verfügung.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1, 18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
e-Mail: info@fnr.de

Dr.-Ing. Andreas Schütte | idw
Weitere Informationen:
http://www.bioschmierstoffe.info
http://www.fnr.de

Weitere Berichte zu: Bioöl Schmierstoff WKA Windkraftanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht DFKI-Roboter erkunden autonom Lavahöhlen auf Teneriffa
21.11.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Digitale Messtaster von WayCon – höchst präzise und vielseitig einsetzbar
14.11.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie