Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Atomsicherheit in Europa

28.10.2004


Die Entwicklung der EU, die in diesem Jahr um zehn Länder erweitert wurde, von denen fünf die Kernenergie zur Stromerzeugung einsetzen, wirft Fragen an das gemeinsame Verständnis der Atomsicherheit auf. Eine damit verbundene Herausforderung ist eine engere Zusammenarbeit zwischen den technischen Sicherheitsorganisationen und eine weitere Annäherung von Sicherheitspraktiken in Europa. EUROSAFE will auf diese Herausforderung eingehen, indem es ein europäisches Forum zu den wichtigen Fragen der nuklearen Sicherheit bietet. EUROSAFE ist ein internationales Forum für Experten aus technischen Sicherheitsorganisationen, Sicherheitsbehörden, der Energiewirtschaft, der Industrie sowie staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen. Das diesjährige Forum konzentriert sich auf die Diskussion über den Rückfluss von Betriebserfahrungen und präsentiert aktuelle Arbeiten von GRS, IRSN (Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire, französisches Pendant der GRS) und deren Partnern in der EU und Osteuropa. Die zweitägige Veranstaltung, zu der wieder rund 500 Teilnehmer erwartet werden, beginnt mit drei Übersichtsvorträgen und einer Podiumsdiskussion. Am zweiten Tag werden in fünf parallelen Seminaren aktuelle Projekte präsentiert.

... mehr zu:
»Atomsicherheit »IRSN »Kernenergie

Am 8./9. November 2004 findet in Berlin, Hotel Maritim proArte, das EUROSAFE-Forum statt. EUROSAFE - gemeinsam veranstaltet von der GRS (Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit) und ihrem französischen Partner IRSN (Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire) - ist ein internationales Forum für Experten aus technischen Sicherheitsorganisationen, Sicherheitsbehörden, der Energiewirtschaft, der Industrie sowie staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen. Ziel ist es, zu einer Annäherung der kerntechnischen Sicherheitspraktiken in der Europäischen Union (EU) beizutragen. Das diesjährige Forum konzentriert sich auf die Diskussion über den Rückfluss von Betriebserfahrungen. Sie sind seit den Anfängen der friedlichen Nutzung der Kernenergie eine ergiebige Quelle neuer Erkenntnisse für die Reaktorsicherheit. Das Forum bietet Gelegenheit zur Information und Diskussion über den Stand und neue Entwicklungen auf den Gebieten Sicherheit kerntechnischer Anlagen, Entsorgung, Strahlenschutz und Schutz gegen den Missbrauch von Nuklearmaterial (physischer Schutz).

Die zweitägige Veranstaltung, zu der rund 500 Teilnehmer erwartet werden, beginnt mit drei Übersichtsvorträgen, einer Podiumsdiskussion und einem Festvortrag über "Das Risiko des Lebens". Am zweiten Tag werden in fünf Seminaren aktuelle Arbeiten von GRS, IRSN und deren Partnern in der EU und Osteuropa präsentiert.


Die europäische Dimension von EUROSAFE verdeutlicht die Mitwirkung folgender Sicherheitsorganisationen: AVN (Association Vincotte Nucleaire - Belgien), HSE (Health and Safety Executive - Großbritannien), SKI (Swedish Nuclear Power Inspectorate - Schweden), CSN (Consejo de Seguridad Nuclear -Spanien) und VTT (Technical Research Center of Finland - Finnland).

Hintergrund: Die Kernenergie produziert etwa ein Drittel des Stroms in Europa. Ihren sicherheitstechnischen Stand zu erhalten und entsprechend dem technischen Fortschritt weiter zu entwickeln ist eine permanente Aufgabe. Diese hat für die europäischen Länder eine hohe Priorität. Die technischen Sicherheitsorganisationen leisten mit der Lösung wesentlicher Sicherheitsfragen im Rahmen ihrer Beurteilungen und Forschungsarbeiten wichtige Beiträge. Die Herausforderungen auf dem Gebiet nuklearer Sicherheit sind zunehmend international geprägt. Auf praktisch allen Gebieten nimmt die Bedeutung internationaler Lösungsansätze zu, sei es bei der Änderung grundlegender Technologien wie der Leittechnik, bei den Auswirkungen des liberalisierten Strommarktes, bei Forderungen zur Verbesserung der Sicherheit, bei der Alterung von Kernkraftwerken, bei der Entsorgung, bei Erhaltung und Stärkung der wissenschaftlichen und technischen Wissensbasis oder wenn es um die Notwendigkeit größerer Transparenz geht.

Die Entwicklung der EU, die in diesem Jahr um zehn Länder erweitert wurde, von denen fünf die Kernenergie zur Stromerzeugung einsetzen, erfordert eine engere Zusammenarbeit zwischen den technischen Sicherheitsorganisationen und eine weitere Annäherung von Sicherheitspraktiken in Europa. EUROSAFE will auf diese Anforderungen eingehen, indem es ein europäisches Forum zu den wichtigen Fragen der nuklearen Sicherheit bietet.

Weitere vertiefende fachliche Informationen bieten die "EUROSAFE Tribune", eine wissenschaftlich-technische Publikation, die die wesentlichen Ergebnisse und Diskussionsbeiträge dokumentiert, und das Internet unter http://www.eurosafe-forum.org

Dr. rer. nat. Heinz-Peter Butz | idw
Weitere Informationen:
http://www.grs.de
http://www.eurosafe-forum.org

Weitere Berichte zu: Atomsicherheit IRSN Kernenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Form eine Funktion verleihen

23.06.2017 | Informationstechnologie

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms

23.06.2017 | Förderungen Preise