Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer-Institut entwickelt neue Photovoltaik-Produkte

26.07.2000


Notrufsäule mit photovoltaischer

Stromversorgung - Beispiel eines am Fraunhofer ISE entwickelten

Produkts mit dezentraler Energieversorgung. Quelle: Fraunhofer

ISE


... mehr zu:
»Energiesystem »Säule
Eine multifunktionale Notruf- und Informationssäule, die überall Sicherheit und Service rund um die Uhr bietet, ist nur ein Beispiel für eine Reihe praktischer Produkte, die das
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in einem Programm des Bundeswirtschaftsministeriums mit Herstellern entwickelt. Einige Produkte sind schon auf dem Markt, weitere Produktideen können noch eingebracht werden.
Im Sommer werden viele Baggerseen wieder zu Oasen für Kühlung Suchende. So erholsam die natürliche Abgeschiedenheit ist, wenn etwas passiert, ist der Weg zur Hilfe oft weit. Die in Zusammenarbeit mit der Firma abac entstandene Notruf- und Informationssäule bietet nicht nur an Badeseen, sondern überall 24 Stunden täglich Sicherheit - und noch mehr: "Mit drei Ruftasten kann man nicht nur einen Notruf absetzen, sondern auch den Wetterbericht oder die Verkehrslage abfragen. Selbst die direkte Verbindung zum Eismann ist möglich", veranschaulicht Dipl.-Ing. Werner Roth, Projektleiter am Fraunhofer ISE, das Konzept. "Mit der Mehrfachnutzung wird aus der Notrufsäule ein Infoterminal. Täglicher Nutzen statt Einsatz nur im Ernstfall. Kommerzielle Serviceangebote erschließen neue Marketingwege".

Drei Aspekte unterscheiden die Säule von herkömmlichen Notrufsäulen: Durch Photovoltaik ist sie unabhängig von externer Stromversorgung, sie verfügt über eine Schnittstelle zur drahtlosen Telekommunikation und sie hat programmierbare Zielwahl. Damit kann die Säule überall aufgestellt werden - an Straßen und Skipisten, auf Parkplätzen und Wanderwegen, in Gewerbegebieten und Sportanlagen - und einfach auf beliebige Rufnummern eingestellt werden. Auch zeitlich befristet für Veranstaltungen ist sie schnell installiert und sofort betriebsbereit. Es fallen keine Kosten für Kabelverlegung und Strombezug an. Kommerzielle Nutzung bringt zusätzliche Einnahmen.

So einfach die Säule zu bedienen ist, so anspruchsvoll ist die Technik. Projektleiter Werner Roth: "Um 100% Zuverlässigkeit für den Notruf zu garantieren, haben wir unser Energiemanagementsystem perfektioniert. Es überwacht und steuert sämtliche Komponenten. So ist immer Reserve für den Notruf da. Ein integriertes Diagnosesystem erkennt kritische Zustände und meldet sie an die Zentrale. Damit sind wir auch gegen bierselige Badegäste gewappnet, die das Photovoltaikmodul mit einer Zielscheibe verwechseln."

Welche anderen Produkte sind schon spruchreif? Zunächst drei Beispiele, die ebenfalls mehr Komfort bei weniger Kosten bieten:

- Eine photovoltaisch versorgte Informationstafel für Bus- und Bahnhaltestellen nennt die nächsten Verbindungen und kündigt Verspätungen an.
- Die photovoltaische Fahrradleuchte macht Fahrräder sicherer - und Fahrradfahren bequemer! Ob Treten oder Batterien nachladen, die Alternativen sind bislang wenig komfortabel.
- Der solare Rollladen für Dachfenster beschert Bewohnern von Dachwohnungen erholsame Kühle ohne aufwendige Kabelverlegung.

Vier Beispiele, die den Alltag der Planer, Entwickler und Installateure erleichtern:

- PV Watch ist ein elektronisches Gerät, das die ordnungsgemäße Funktion der Photovoltaikanlage überwacht.
- Mit dem Solar-Home-System Tester können auch Nicht-Fachleute kleine Photovoltaik-Systeme rasch prüfen.
- Das Simulationsprogramm PVS kann in Zukunft auch Photovoltaiksysteme im Innenbereich effizient auslegen.
- Das Niederspannungsmodul liefert maßgeschneidert kleine Energiemengen für übliche Batteriespannungen. Bisher mussten dafür viele kleine Solarzellen aufwändig verschaltetet werden. Jetzt genügen wenige Standardsolarzellen in Verbindung mit einem neuartigen Gleichspannungswandler. Mehr Leistung, geringerer Herstellungsaufwand.

Für Schnellentschlossene mit guten Ideen hat Werner Roth ein Bonbon bereit: "Es stehen noch Mittel des Bundeswirtschaftsministeriums zur Verfügung. Die Entwicklungsarbeiten des Fraunhofer ISE sind dann für den Industriepartner kostenlos". Interessenten können sich an die Abteilung Elektrische Energiesysteme des Fraunhofer ISE wenden, Telefon 0761/4588-216.

Informationsmaterial:
Fraunhofer ISE, Presse und Public Relations
Tel. +49 (0) 7 61/45 88-1 50, Fax +49 (0) 7 61/45 88-3 42
e-mail: info@ise.fhg.de

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Projektleiter:
Dipl.-Ing. Werner Roth, Fraunhofer ISE,
Tel. +49 (0) 7 61/45 88-2 27, Fax +49 (0) 7 61/45 88-2 17
e-mail: roth@ise.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Karin Schneider |

Weitere Berichte zu: Energiesystem Säule

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Körperenergie als Stromquelle
22.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht „Cool“ bleiben im Büro: Wasser als Kältemittel im Alltag bald vor Durchbruch?
22.08.2017 | Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie