Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Temperaturreceiver für Solarkollektoren

26.10.2004


Obwohl die Sonne mehr als 100 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, könnte sie doch die beste Energiequelle der Erde sein. Dank eines neuen Temperaturreceivermoduls kann die Solarenergie immer besser mit traditionellen Energiequellen Schritt halten.



Die Erhöhung des Anteils an Solarenergie ist Bestandteil der Gemeinschaftsstrategie und des Aktionsplans der Europäischen Kommission. Zur Durchsetzung dieses Vorhabens müssen die Kosten für Solarenergie gleich denen für die traditionelle Stromerzeugung durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe sein. Zur Verwirklichung dieses Ziels muss die Technologie zur Herstellung von Solarenergie über ihren heutigen Stand hinaus verbessert werden.



Die Industrie hat diese Herausforderung angenommen. Es wurde ein Receivermodul für Hochtemperaturen entwickelt, das dieselbe Energiemenge mit der Hälfte der Kosten für die heutige Technik erzeugt. Dieses Modul, welches ein Modul der dritten Stufe ist und dem Haupt- und Sekundärmodul nachfolgend angeordnet ist, basiert auf verschiedenen individuellen Vorleistungen.

Erstens wird das einfallende Sonnenlicht durch einen Sekundärkonzentrator mit einer speziellen sechseckigen Blende konzentriert. Dann fließt die Energie in die Receiver Unit, die sich hinter dem Konzentrator befindet, wo die Umgebungsluft auf sehr hohe Temperaturen aufgeheizt wird. Im weiteren Verlauf wird die Hitze in Dampf umgewandelt, der dann zur Energieerzeugung genutzt wird.

Die Zusammensetzung und Positionierung des Absorptionsmaterials in der Receiver Unit wurden modifiziert, um die von der Forschungsgruppe geplanten extrem hohen Betriebstemperaturen tolerieren zu können. Im Gegenzug dazu wurden neue Kenntnisse zur Kühlung des Quarzfensters, welches den Konzentrator mit der Receiver Unit verbindet, gewonnen.

Bei den Tests dieser neuen Konfiguration wurde die anvisierte Lufttemperatur von 1000 °C fast erreicht. Zusätzliche Innovationen betreffen die Kosten für das Hauptreceivermodul. Die Verwendung von spiralförmigen Metallrohren verringerte die Herstellungskosten deutlich und hatte nur eine geringfügige Verminderung des Druckverlustes zur Folge.

Weitere Tests in Europas größtem Solarenergie-Testzentrum, Plataforma Solar de Almería, ergaben stabile Leistungsmerkmale. Die Instandhaltungsfrage bei Langzeitbetrieb wird das Ziel längerer Testzeiträume sein. Das Marktinteresse an dieser Technologie wird auch weiter ansteigen, da immer mehr Regionen die Vorteile der Solarenergie in immer größerem Rahmen wahrnehmen.

Dr. Reiner Buck | ctm
Weitere Informationen:
http://www.dlr.de

Weitere Berichte zu: Konzentrator Modul Receiver Solarenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht IT-Kühlung: So schaffen Kleinbetriebe den Sprung in die IT-Profiliga
23.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Plug & Play: Drei auf einen Streich
29.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie