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Verbesserung der Ergiebigkeit von Ölfeldern durch seismische Sensoren

12.10.2004


Die Erweiterung des Wissens über Vorkommen und Verwaltung von Ölfeldern wird als ein wichtiger Faktor für die Erhöhung des Gesamtertrags angesehen. Technik zur seismischen Überwachung von Bohrlöchern kann zur Steigerung des gewünschten Gewinns beitragen. Bis jetzt allerdings hat durch Strömung verursachter akustischer Lärm von der permanenten Anwendung dieser seismischen Sensoren abgehalten.



Um die Schwierigkeiten bei der Anwendung seismischer Überwachungssysteme zu überwinden, konzentrierte man sich im Rahmen dieses Projekts auf das bessere Verständnis der Entstehung von physikalischem und mechanischem Grundlärm in fließenden Quellen. Mit Hilfe dieses Wissens konnten die Forscher ihre Arbeit weiterführen und praktische Lösungen für dieses Anwendungsproblem für aktive Kohlenwasserstoffquellen entwickeln.

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Die erste Herausforderung bestand darin, die seismischen Signale von den Umgebungsgeräuschen zu trennen und dabei gleichzeitig eine gute Kopplung zu den Gesteinsmassen sicherzustellen. Deshalb war die Wahl der Materialien und der Strukturen für die Befestigung der Sensoren äußerst wichtig. Die Messung und Bestimmung der Lärmausbreitung führten dann zum Entwurf und zu Testmessungen, damit der gesamte Lärm in der unmittelbaren Umgebung der Sensoren minimiert werden konnte.

Die Forschung führte zu insgesamt 6 wesentlichen Errungenschaften, zu denen Strömungsuntersuchungen und die Charakterisierung von Lärm bei bis zu 30.000 Barrels pro Tag sowohl an Prüfständen als auch geneigten experimentellen Testquellen zählen. Die Entwicklung und Erprobung des Prototyps brachte einen Sensor mit einer verbesserten Lärmabschirmung von 30-40 Dezibel hervor besser als jedes herkömmliche käufliche System.

Ganz allgemein gesprochen gingen aus dem Projekt verbesserte Technologien hervor, die für den permanenten Einsatz von seismischen Sensorsystemen in Bohrlöchern genutzt werden können. Zu den speziellen Ergebnissen gehören: die Festlegung der lärmbeeinflussenden Schlüsselparameter, die Charakterisierung von akustischem Lärm in Bohrlöchern, Prognose-Modell-Tools für die Beurteilung von ameliorativem Lärm, die Definition von Lärmsteuerungsmethoden sowie Anwendungsvorschriften für seismische Sensoren.

Diese zum Teil einzigartigen Forschungen konnten uns in der Öl und Gasindustrie einen technischen Vorsprung gegenüber der außereuropäischen Konkurrenz sichern. Dies wiederum verschaffte auch dem Konsortium einen Wettbewerbsvorteil. Die Projektpartner arbeiten derzeit mit Endverbrauchern zusammen, um spezifische Implementierungsziele festzulegen und sind auch künftig an der engeren Einbeziehung der Endverbraucher interessiert.

Andrew Jupe | ctm
Weitere Informationen:
http://www.abb.com

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