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TU Wien konzipiert Solar-Roboter fürs All

13.09.2004


Wissenschaftler der Technischen Universität Wien TU Wien arbeiten an Mini-Solar-Robotern, die Raumschiffe mit Energie versorgen sollen. Die neuen Wunderwerke der Technik werden sich automatisch nach der Sonne ausrichten, um die höchstmögliche Energie-Effizienz zu erreichen. Bis zur endgültigen Fertigstellung müssen die energiegewinnenden Roboter, die auf einem Netz krabbeln, allerdings noch einige Hürden überwinden.


"Roby Space" hat die ersten großen Hürden bereits geschafft: Größenmäßig hat er abgespeckt und in der Klimakammer hat er bewiesen, dass er keine Angst vor zu tiefen Temperaturen hat.



Die Anforderungen, die an die Roboter gestellt werden, sind hoch, denn sie müssen leicht und relativ klein sein, sowie Erschütterungen ertragen, denen sie beim Transport ins All ausgesetzt sind. Eine der größten Herausforderungen sind aber die eisigen Temperaturen, die im Weltraum herrschen. "Wer sich beim Roboterfußball so gut schlägt, wird auch diese Herausforderung meistern", so der Wissenschaftler Peter Kopacek vom Institut für Handhabungsgeräte und Robotertechnik an der TU-Wien, der maßgeblich an der Entwicklung von "Roby Space" beteiligt ist. Die erste Hürde der "Größen- und Gewichtsminimierung" hat der Roboter erfolgreich hinter sich. Den zweiten Härtetest im Klima-Wind-Kanal in Wien hat "Roby Space" nun bestanden.

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Bei arktischen Temperaturen testet Rail Tec Arsenal im Klimakanal einen Regionalzug für Finnland. "Das war eine gute Gelegenheit auch Roby Space bei Weltraumtemperaturen einem ersten Test zu unterziehen", so Kopacek. Der erste Prototyp des entwickelten All-Roboters wurde bei minus 40 Grad Celsius einem Dauertest unterzogen. "Roby Space" krabbelte mehr als zehn Minuten, mit einem Eispanzer bedeckt, hurtig über das Netz. Die nächste Testserie, die der Roboter nun absolvieren muss, ist eine Versuchsreihe in der Schwerelosigkeit.

Insgesamt sollen für die All-Mission in einem Pilotversuch vier Roboter, davon zwei aus Japan, einer aus den USA und einer aus Österreich, zu einem ersten Höhenflug auf 220 Kilometer starten und ungefähr drei Minuten auf einem von fünf Satelliten aufgespannten Netz um die Wette krabbeln. Diese Testserie soll voraussichtlich 2005 beginnen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.tuwien.ac.at

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