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Umweltfreundliche IPT®-Technologie

02.09.2004



Erfolgreicher Start des TOHYCO-Riders in der Schweiz / erstes Pilotprojekt auch in Deutschland geplant


Der batteriebetriebene Elektrobus TOHYCO-Rider („Total Hybrid Electric Concept“) ist fahrplanmäßig in Luzern gestartet. Die Energieversorgung des Busses basiert auf dem von der Wampfler-Gruppe, Hersteller von Komponenten und Lösungen für die Energie- und Datenübertragung, entwickelten Inductive-Power-Transfer-System (IPT®). Bereits 24 umweltfreundliche mit IPT versehene Elektrobusse sind seit 2003 in Genua und Turin in Betrieb. Deutschland soll nun folgen: Der Einsatz eines Elektrobusses am Testort Lörrach ist zum Ende dieses Jahres geplant.

IPT® ermöglicht, dass batteriebetriebene Elektrobusse wie der TOHYCO-Rider an jeder Haltestelle auftanken können, ohne dass zusätzliche „Tankleitungen“ benötigt werden. Die Batterieladung erfolgt berührungslos über Magnetfelder. Während die Passagiere ein- und aussteigen macht sich der TOHYCO-Rider in Luzern an jeder Haltestelle in drei bis fünf Minuten fit für die nächste Fahretappe. Als Energiespeicher verwendet das Fahrzeug anstelle herkömmlicher Batterien elektrische Hochleistungskondensatoren, so genannte Superkapazitäten (S-CAP), die eine nahezu unendlich lange Lebensdauer haben. „S-CAPs kombiniert mit der Wampfler IPT®-Technologie bieten die optimale Leistung“, erklärt der Leiter des Projekts der Hochschule Technik und Architektur (HTA) in Luzern, Professor Vinzenz Härri. Das Fahrzeug mit den Superkapazitäten und der berührungslosen Ladeeinrichtung sei in dieser Konstellation weltweit einzigartig und werde in den kommenden Monaten seine Zuverlässigkeit unter Beweis stellen.


„Der TOHYCO-Rider belegt, dass die IPT®-Technolgie erfolgreich im Alltag eingesetzt werden kann“, fasst Uwe Bormann, Technologievorstand der Wampfler AG, das Projekt in Luzern zusammen. Das Energieübertragungssystem ist verschleißfrei und lässt im Gegensatz zu herkömmlichen Trolleybussen auch abweichende Fahrrouten zu. Darüber hinaus ist der Betrieb der Busse umweltfreundlich, da weder Abgase noch Lärm erzeugt werden. „Mit unseren Erfahrungen in Italien und der Schweiz sind wir für den Testmarkt Deutschland gut gerüstet“, so Bormann.

Lörrach-Projekt basiert auf den Erfahrungen in Italien

Anders als in Luzern sollen in Lörrach herkömmliche Akkumulatoren eingesetzt werden, die ein geringeres Gewicht als die S-CAPs haben. Die SWEG und RVL in Lörrach greifen damit auf die Erfahrungen der italienischen Busbetreiber AMT und GTT zurück, die bereits seit einem Jahr erfolgreich Ihre Fahrzeugflotten in Genua und Turin mit der Wampfler Technologie betreiben. Die Entwickler bei Wampfler sind überzeugt, dass eine einstündige Ladezeit über Mittag und verschiedene kürzere Pausen innerhalb des Fahrzykluses ausreichen, um den Einsatz des Elektrobusse auf einer 18 Kilometer langen Strecke zwischen Lörrach und Obertüllingen sicher zu stellen.

Andreas Voelmle | Engel & Zimmermann AG
Weitere Informationen:
http://www.wampfler.de

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