Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit alternativen Brennstoffen Zertifikate sparen

19.08.2004


Am 1. Januar 2005 beginnt in Deutschland der Emissionshandel. Ab diesem Zeitpunkt müssen Betreiber energieintensiver Anlagen ihre CO2-Emissionen erfassen und dafür mit Zertifikaten im entsprechenden Umfang "bezahlen".

"Von dieser Neuregelung ausgenommen sind jedoch Brennstoffe aus Biomasse, also Brennstoffe, die nicht fossilen Ursprungs sind", erläutert Jochen Dettke, Sachverständiger der DEKRA Umwelt. Zu diesen Ausnahmen zählen z.B. Holz, Biogas, Klärschlamm und Tiermehl, aber auch der Biomasseanteil von Haus- und Gewerbemüll. Diese Stoffe haben per Definition einen Emissionsfaktor von 0. Bei ihrer Verfeuerung müssen also keine Zertifikate abgegeben werden.

In der Regel ist für den Einsatz von Biomasse keine aufwändige Umrüstung der Kesselanlage erforderlich. "Bis zu einem Anteil von 10 Prozent kann Biomasse problemlos zusammen mit fossilen Brennstoffen eingesetzt werden", berichtete Jörg Maier, Abteilungsleiter am Institut für Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen der Universität Stuttgart, auf einer Veranstaltung des Kompetenzzentrums Umwelttechnik in Stuttgart. Es sei dabei auch kein negativer Einfluss auf die Lebensdauer der Anlage zu erwarten.

Auch die großen Entsorgungsfirmen haben sich dieses Themas schon angenommen. Sie produzieren "Sekundärrohstoffe", wie z.B. die so genannten Pellets - kleine Müllklümpchen mit hohem Brennwert oder das "Trockenstabilat". Auch der Biomasseanteil dieser aufbereiteten Abfälle hat den Emissionsfaktor 0. Damit bilden diese biomassereichen Ersatzbrennstoffe eine interessante Alternative beim Betrieb von Verbrennungsanlagen.

Wird keine reine Biomasse zur Verbrennung eingesetzt, so muss der Anteil der Biomasse am Brennstoff bestimmt und dokumentiert werden. Verantwortlich dafür ist der Betreiber der Anlage. Der EU - Leitfaden zum Monitoring schreibt vor, dass eine solche Analytik nur von Labors durchgeführt werden kann, die nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert sind. Das Labor der DEKRA Umwelt erfüllt diese Voraussetzungen und kann Brennstoffe aus Biomasse untersuchen. Bei allen Fragen zum Einsatz von Biomasse in Verbrennungsanlagen und zum Emissionshandel insgesamt können DEKRA Sachverständige zur Klärung beitragen.

Jochen Dettke | Dekra AG
Weitere Informationen:
http://www.dekra-umwelt.com

Weitere Berichte zu: Biomasse Biomasseanteil Brennstoff Labor Zertifikat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Fraunhofer-Forscher entwickeln Hochdrucksensoren für Extremtemperaturen
28.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

nachricht Mit unkonfektionierten Kabeln durch die Schaltschrankwand
26.06.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive