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So könnte der Durchbruch der Energiesparlampe gelingen

14.08.2000


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So könnte der Durchbruch der Energiesparlampe gelingen
Umweltschonend und kostensparend: Einsatz verlustarmer Leistungskonverter

Glühbirnen kennt wohl jeder. Doch eigentlich gibt es sie gar nicht. Was der Durchschnittsmensch als Glühbirne bezeichnet, nennt der Experte Glühlampe. Da sich aber volkstümliche Bezeichnungen oft lange halten, greifen noch heute viele im Baumarkt zu ihrer guten, alten Glühbirne. Und das, obwohl es seit Jahren Energiesparlampen gibt, die eine Menge Vorteile bieten: Sie halten zehnmal so lang wie eine Glühlampe und verbrauchen fünfmal weniger Energie. Über die Lebensdauer gerechnet ist die Energiesparlampe - trotz höherem Anschaffungspreis - wesentlich kostengünstiger als die Glühlampe. So kostet laut Auskunft der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände der Betrieb von 100-Watt-Glühlampen bei einer Brenndauer von 8000 Stunden etwa 250 Mark in Anschaffung und Stromverbrauch. Zum Vergleich: Bei ähnlicher Lichtausbeute sind es nur 85 Mark für eine Energiesparlampe.

Dr. Matthias Radecker, frischgebackener "Doktor-Ingenieur" der Technischen Universität Chemnitz, möchte nun der Energiesparlampe unbedingt zum Durchbruch verhelfen. In seiner Dissertation zum Thema "Effiziente Berechnung und Entwicklung energieübertragender Systeme" beschreibt er ein neuartiges Schaltungskonzept für verlustarme Leistungskonverter. "Diese im Sockel der Energiesparlampen verborgenen Konverter sind technisch noch zu aufwendig", weiß Radecker. Der am Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS Duisburg tätige Forscher schwört auf sogenannte Eintransistorkonverter, welche die konventionelle Halbbrückenschaltung in elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) ersetzen können. Und die Vorteile liegen auf der Hand: Die neuen Konverter sorgen für einen flackerfreien Betrieb der Energiesparlampen, und können genauso kostengünstig wie herkömmliche Vorschaltgeräte mit Drossel und Starter hergestellt werden, was sich auch positiv auf die Stromrechnung der Kunden auswirkt. Für den Sprung in die Praxis trifft das IMS Duisburg derzeit alle Vorbereitungen: Gemeinsam mit Herstellern elektronischer Vorschaltgeräte und Energiesparlampen sollen neue Gerätekonzepte erarbeitet werden.

Prof. Dr. Manfred Kronberg, Inhaber der Professur Leistungselektronik an der TU Chemnitz, und Betreuer der Dissertation, ist des Lobes voll: "Die Idee von Dr. Radecker entspricht der heutigen Denkweise in der Leistungselektronik: Aus einer heuristisch gewonnenen Theorie der Resonanzkonverter und dem Vergleich mit der exakten Theorie entwickelte er ein optimales Konzept für die praktische Umsetzung, in diesem Fall für die Energiesparlampentechnik."

Weitere Informationen: Dr. Radecker, Telefon (02 03) 37 83 177, E-Mail radecker@ims.fhg.de .

Dipl.-Ing. Mario Steinebach |

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