Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vereinigtes Königreich lässt grüner Energie starke Unterstützung zukommen

04.08.2004


Das britische Ministerium für Handel und Industrie kündigte Investitionen in Höhe von 50 Millionen GBP (75 Millionen Euro) in Wellen- und Gezeitenenergietechnologien an. Die Fördermittel werden zur Unterstützung von Meeresenergieprojekten eingesetzt.



Die Einrichtung des "Marine Renewables Deployment Fund" zur Entwicklung von Energieversorgungsmöglichkeiten durch Wellen- und Gezeitenenergie und damit zur Bewältigung des Klimawandels folgt der Veröffentlichung eines Berichts, nach dem zehn Prozent der Elektrizität Schottlands bis 2020 durch Meeresenergie erzeugt werden könnten.

... mehr zu:
»Elektrizität »Königreich


Bei der Ankündigung der Finanzierung erklärte die britische Ministerin für Handel und Industrie Patricia Hewitt: "Die Wellen- und Gezeitenströme des Vereinigten Königreichs sind die größten in Europa und ich möchte sicherstellen, dass wir diese immensen natürlichen Ressourcen nutzen, um Energie für das Vereinigte Königreich zu erzeugen. Erneuerbare Energie - durch Wind, Wellen oder andere Quellen - spielt eine wesentliche Rolle in unserem Kampf gegen den Klimawandel, und wir sind verpflichtet, erneuerbare Energien so weiter zu entwickeln, dass sie eine stärkere Rolle im britischen Energiemix spielen."

"Die Ankündigung spiegelt diese Vision wider und bringt uns in unserem Bestreben, im Bereich der erneuerbaren Energien weltweit führend zu werden, ein gutes Stück voran", fügte sie hinzu.

Tom Delay, Vorsitzender der von der britischen Regierung ins Leben gerufenen Organisation Carbon Trust, begrüßte die Investitionen als "eine signifikante Förderung des britischen Meeressektors". Er fügte hinzu: "Der nächste Schritt besteht nun darin, das Vereinigte Königreich zu einem globalen Exzellenzzentrum zu machen, und wir freuen uns darauf, mit der Regierung und der schottischen Exekutive zusammenzuarbeiten, um diese Vision Realität werden zu lassen."

Ein Großteil der Investitionen fließt nach Schottland, wo einige der stärksten Gezeitenströme der Welt fließen, insbesondere um die Shetland- und Orkney-Inseln herum. Zudem verfügt man dort über die besten Fachkenntnisse auf diesem Gebiet. Schottland führt die Entwicklung im Bereich der Einrichtung kommerzieller Wellenkraftwerke an; die erste in kommerziellem Umfang betriebene Anlage der Welt wurde bereits in Betrieb genommen.

Der Carbon Trust, der die Meeresenergie als nächste Priorität für Investitionen in erneuerbare Energien ausgewählt hat, ist der Ansicht, dass im Vereinigten Königreich möglicherweise ein Viertel der Wellen- und Gezeitenenergiekraftwerke ansässig sein könnten. Darüber hinaus belegt eine Studie des "Forum for Renewable Energy Development", dass Schottland im Bereich Forschung, Entwicklung und Zertifizierung von Meeresenergieanlagen auf globaler Ebene eine Führungsposition einnehmen sollte.

Dr. Dan Barlow von Friends of the Earth Scotland erklärte: "Die Nutzbarmachung freier Energie an unseren Küstenlinien könnte ein signifikanter Beitrag zur Emissionssenkung sein und dabei Tausende von Arbeitsplätzen schaffen. Wenn wir jemals das gesamte Potential der Wellenenergie ausschöpfen möchten, ist es richtig, dass die Unterstützung der Regierung zu diesem Zeitpunkt erfolgt."

Der neue Marine Research Development Fund ergänzt die bereits für andere neu entstehende Technologien im Bereich erneuerbare Energien, einschließlich Wind, Sonne und Biomasse, geleistete Unterstützung. Ziel ist es sicherzustellen, dass das Vereinigte Königreich weniger abhängig von Windenergie wird, um sein Ziel der Erzeugung von zehn Prozent der Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen innerhalb eines Jahrzehnts zu erreichen.

| cn
Weitere Informationen:
http://www.dti.gov.uk

Weitere Berichte zu: Elektrizität Königreich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise