Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesumweltministerium stellt Strategie zur Windenergienutzung auf dem Meer vor

15.06.2001

Auf einem zweitägigen Kongress in Berlin präsentiert das Bundesumweltministerium heute und morgen (14./15.6.2001) seine Strategie zur Nutzung der Windenergie auf dem Meer. "Der Ausbau der Windenergienutzung auf See hat eine zentrale Bedeutung für die zukünftige Energieversorgung. Er soll schrittweise erfolgen und umwelt- und naturverträglich ausgestaltet werden," betonte Umwelt-Staatssekretär Rainer Baake zur Eröffnung vor Teilnehmern aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Wirtschaft und Forschung.

Die Nutzung aller erneuerbaren Energien liefert einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Sie ist die Voraussetzung für eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung und dies wiederum trägt auch zum Schutz des Naturhaushaltes bei. Das Potential der Windkraft auf dem Meer ist ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende. Ein umwelt- und naturverträglicher Ausbau der Windenergienutzung auf See setzt voraus, dass die Belange des Natur- und Umweltschutzes in allen Phasen der Projekte berücksichtigt werden.

Entsprechend den langfristigen Szenarien zur Energiewende wird bis zum Jahr 2030 eine installierte Windenergieleistung von insgesamt 36.000 bis 42.000 Megawatt an Land und auf See für erreichbar gehalten. Dies bedeutet 95 bis 110 Milliarden Kilowattstunden Stromertrag pro Jahr. Damit würde schon im Jahr 2030 alleine die Windkraft drei Fünftel der Strommenge erzeugen, die im letzten Jahr in der Bundesrepublik von Atomkraftwerken erzeugt worden ist.

Die Windenergieprojekte auf See sind noch mit verschiedenen technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Unsicherheiten verbunden. In allen diesen Bereichen wird Neuland betreten. Das Bundesumweltministerium schlägt deshalb ein schrittweises Vorgehen beim Ausbau der Windenergienutzung auf See vor. Jede Stufe soll durch Erforschung der Auswirkungen auf Umwelt und Natur begleitet werden.

Die Vorbereitungsphase wird sich über die nächsten zwei Jahre, bis 2003, erstrecken. Zweck dieser Phase sind Untersuchungen und Forschung an den möglichen geeigneten Standorten. Dazu werden insbesondere Mittel aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung bereitgestellt. In der Startphase ab 2003 oder 2004 sollen erste Windparks mit bis zu 40 Anlagen pro Park gebaut werden.

In der dann folgenden ersten Ausbauphase bis 2010 sollen bis zu 3.000 Megawatt Windenergieleistung an geeigneten Standorten installiert werden. Diese Windparks werden dann bis zu 10 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Die weitere Ausbauphase bis 2030 sieht einen Ausbau auf 20.000 bis 25.000 MW vor. Die Offshore-Windkraftanlagen würden dann 70 bis 85 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Dies wären etwa drei Viertel der für diesen Zeitpunkt insgesamt eingeplanten 95 bis 110 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Windkraft.

Hinweis: Das Positionspapier des Bundesumweltministeriums zur Offshore-Windenergienutzung und eine vom Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) erarbeitete Studie zum Weiteren Ausbau der Windkraft im Hinblick auf den Klimaschutz finden Sie im Internet unter der URL: www.bmu.de/erneuerbare-energien

| BMU Pressedienst

Weitere Berichte zu: Energiewende Windenergienutzung Windkraft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Graduiertenschule HyPerCells entwickelt hocheffiziente Perowskit- Dünnschichtsolarzelle
17.08.2017 | Universität Potsdam

nachricht Lasersensoren LAH-G1 – Optische Abstandssensoren mit Messwertanzeige
15.08.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Studie für Patienten mit Prostatakrebs: Einteilung in genomische Gruppen soll Therapie präzisieren

21.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz