Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom System zum Chip: Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen

21.11.2000


Neue Stromsensoren und kundenspezifische ICs erlauben hochintegrierte Lösungen für Sensorsignalverarbeitung und Antriebstechnik

Neue Stromsensoren und kundenspezifische ICs erlauben hochintegrierte Lösungen für Sensorsignalverarbeitung und Antriebstechnik

Der Einsatz kundenspezifischer ICs ermöglicht immer höhere Funktionalität bei kleineren Baugrößen und minimaler Verlustleistung. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen entwickelt seit nunmehr 15 Jahren kundenspezifische ICs für die Industrieelektronik.

Mit der Entwicklung »Integrierte Schaltungen für die Antriebstechnik« zeigt das Fraunhofer-Institut IIS-A ein Beispiel in der Anwendung. In dem vorgestellten Exponat, ein Umrichter und Motor, befindet sich ein Signalverarbeitungsbaustein. Dieser ASIC, von den Erlanger Forschern entwickelt, erfasst und überwacht die Motorstromsignale. Minimaler Platzbedarf, niedrige Verlustleistung und geringe Zusatzkosten waren die wesentlichen Gründe für die zusätzliche Elektronik, zusammen mit Kurzschlussüberwachungsfunktionen, in einem gemischt analog/digitalen Baustein zu integrieren.

Ein neuer Ansatz für integrierte Systeme zur galvanisch getrennten Messung von Strömen ist die Messung des vom Stromleiter erzeugten Magnetfeldes. Hierzu werden Hall-Elemente verwendet, die im Standard-CMOS-Prozess aufgebaut werden können. Aus dem Bereich der integrierten Magnetfeldsensorik zur berührungslosen Strommessung präsentieren Fraunhofer-Wissenschaftler ein Strommessmodul auf der Electronica. Vor allem bei der gleichzeitigen Erfassung mehrerer unabhängiger Ströme ist dieser Ansatz Lösungen mit Ringkernen oder magnetresistiven Sensoren überlegen.

Betrieb mit minimalem Stromverbrauch ist ein wesentliches Ziel für batterie- oder solarbetriebene Systeme.

Als moderne Anwendung aus dem Bereich Büro- und Haustechnik wird die Solarbriefwaage vorgestellt. Mit dem Chip, der am Fraunhofer IIS-A entwickelt wurde, funktionieren Geräte auch in der Dämmerung bis unter 100 Lux. Der Chip selbst verbraucht minimal wenig Energie und erkennt, welche Teilfunktionen gerade beansprucht werden. Intelligent verwaltet er den elektronischen Strom und versetzt die nicht benötigten Funktionen in den Ruhezustand.

Besuchen Sie uns auf der Electronica 2000
vom 21. bis 24. November, Halle A3, Stand 312,
im neuen Messegelände München.


Die Fraunhofer-Gesellschaft gehört mit ihren 47 Einzelinstituten, zahlreichen nationalen und internationalen Arbeitsgruppen zu den führenden Forschungs-
Gesellschaften Europas.
Das 1985 gegründete, heute größte und erfolgreichste Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Bereich Angewandte Elektronik, in Erlangen, beschäftigt z. Zt. ca. 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Leiter des Instituts ist Prof. Dr. Heinz Gerhäuser.
In enger Kooperation mit den Auftraggebern aus Industrie und Forschung entwickeln und arbeiten die Erlanger Wissenschaftler an Projekten wie Integrierten Schaltungen, Hochfrequenztechnik, Telekommunikation, Digitaler Rundfunk, Audio- und Multimediatechnik, Bildverarbeitung und Sensorik, Röntgen- und Medizintechnik.
Für das Entwicklungsverfahren in der Audiocodierung - kurz MP3- erhielt das Fraunhofer IIS-A in Erlangen den Deutschen Zukunftspreis 2000.

Elvira Gerhäuser | idw

Weitere Berichte zu: IC IIS-A Schaltung Sensorsignalverarbeitung Stromsensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Dünnschichtphotovoltaik: ZSW-Technologie erobert den internationalen Markt
24.01.2017 | Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)

nachricht IT-Kühlung: So schaffen Kleinbetriebe den Sprung in die IT-Profiliga
23.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie