Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsvorhaben Windkraftanlage

12.06.2001

Vor zehn Jahren begann das Windkraftzeitalter in der Antarktis



In der Antarktis gibt es eine deutsche Forschungsstation, die vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven betrieben wird. Dort leben je nach der Jahreszeit zwischen neun und 30 Mitarbeiter, die unter den dort herrschenden Bedingungen wichtige Forschungen betreiben. Die benötigte Wärme und Elektrizität werden mit Hilfe von Dieselmotoren erzeugt. Die Ölfässer müssen auf Schiffen herbeigeschafft und in der Antarktis transportiert werden, und die antarktische Umwelt wird durch Abgase belastet. So entstand die Idee, einen Teil des Stroms durch eine Windkraftanlage zu produzieren. In der Antarktis herrscht stets ein starker Wind (maximal 245 km/h), und die Temperaturen betragen bis zu –55°C. Diese Bedingungen bilden für jede Windkraftanlage eine enorme Herausforderung.

... mehr zu:
»Antarktis »Windkraftanlage


In einem Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Forschung und Technologie arbeiteten vier Partner sehr kooperativ zusammen: das Alfred-Wegener-Institut, der Germanische Lloyd (Hamburg), die Firma Heidelberg Motor GmbH (Starnberg) und die Hochschule Bremerhaven mit dem Projektleiter Professor Dr.-Ing. Friedrich Zastrow. Es wurden zu Beginn konventionelle Windkraftanlagen auf ihre Verwendbarkeit hin untersucht, aber bald stellte man fest, dass sie für die extremen Bedingungen der Antarktis nicht in Frage kamen. So entschied man sich für eine Windkraftanlage, die durch einen H-Rotor angetrieben wird und ohne Getriebe arbeitet. Diese Anlage wurde mit speziellen Werkstoffen entwickelt, die für die tiefen Temperaturen geeignet sind. So verwendet man z.B. Aluminium als Flügelwerkstoff. Nach einer ca. einjährigen Forschungs- und Testphase wurde die Windkraftanlage im Januar 1991 in der Antarktis in Betrieb genommen. Sie läuft seitdem erfolgreich und ohne nennenswerte Probleme, und sie produziert 10 Prozent der benötigten Energie. Weitere Infos bei Prof. Dr.-Ing. F. Zastrow (Tel.: dienstlich: 0471/4823420, privat: 04795/876).


Prof. Dr.-Ing. F. Zastrow | "Modus operandi".

Weitere Berichte zu: Antarktis Windkraftanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Care-O-bot® 4 macht sich selbstständig
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik