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Stromhandel zwischen europäischen Staaten

15.06.2004


Restrukturierung der europäischen Elektrizitätsindustrie wird die Verwundbarkeit des Europäischen Stromversorgungssystems (EPS-European Power System) den Erwartungen zufolge steigen. In diesem Rahmen hat das EXAMINE-Projekt die möglichen Schwachpunkte untersucht und mit der Entwicklung eines Überwachungs- und Steuerungssystems begonnen.



Damit die Stromanbieter innerhalb des EPS-Netzwerkes wettbewerbsfähig bleiben, müssen die einzelnen Versorgungsbetriebe untereinander mit Strom handeln. Dieser Stromhandel umfasst verschiedene Staaten, was wiederum die Versorgungsbetriebe dazu zwingt, extrem nah an den Systemgrenzen zu arbeiten. Das EPS selbst besteht aus einer Reihe von miteinander verbundenen nationalen Überlandleitungsnetzen, wobei jedes Netz von einem Betreiber geleitet wird.



Sema, ein Partner innerhalb des EXAMINE-Projekts, hat den Prototypen eines Präventivmodus (SC-PM) entwickelt, implementiert und bereitgestellt, der die Versuche mit einem Überwachungs- und Steuerungssystem unterstützen wird. Das Überwachungssystem kann die entwickelten DSE- und DPLF-Algorithmen (DSE-Distributed State Estimator; DPLF-Distributed and Parallel Load Flow) in annähernd realistischen Situationen testen und einstellen.

Projektziel war die Entwicklung von Prototypen für jedes Netz, so dass die aktuellen Bedingungen überwacht werden können, während ein anderer Prototyp mit dem SCADA/EMS-Zentralsystem verbunden war. Das Zentralsystem wird in der Lage sein, Echtzeitdaten und betriebliche Planungsdaten zu erhalten, während nationale Systembetreiber DSE- und DPLF-Algorithmen für ausgewählte Datensätze anwenden könnnen.

Eine Datenbank innerhalb des Zentralsystems enthält Informationen, die sich ausschließlich auf das Stromversorgungsnetzwerk und die Direktverbindungen zwischen allen angrenzenden nationalen Netzen beziehen. Wenn der SC-PM erst einmal installiert ist, wird der Systembetreiber über die momentane Situation seines Stromversorgungsnetzwerkes informiert. Die Prototypen führen dann in Bezug auf ihre eigenen Netze iterative Berechnungen durch und senden und empfangen ausgetauschte Informationen zu bzw. von den angrenzenden Netzen.

Das Zentralsystem übergibt dann in Echtzeit jedes einzelne Netz an den DSE-Algorithmus und prognostiziert die nächsten 24 Stunden innerhalb des DPLF-Algorithmus. Der derzeitige Prototyp steht für die Implementierung bereit, dafür bedarf es aber der Beteiligung von mindestens 3 Staaten.

Kontaktangaben:

Pascal Culot
Sema S.A.
36 Chemin du vieux Chêne BP 104
38243 Meylan, Frankreich
Tel: +33-4-76414682, Fax: -76728048
Email: pculot@grenoble.sema.slb.com

Pascal Culot | ctm
Weitere Informationen:
http://www.schlumbergersema.com

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