Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verifizierung der Konstruktionscodes für europäische Windturbinen

08.06.2004


Innerhalb der Windturbinenindustrie und den entsprechenden Zertifizierungsstellen bestehen Unklarheiten über die Vertrauenswürdigkeit der Analysecodes zur Kalkulation von dynamischen Belastungen und Energieerträgen. Aufgrund dieser Unsicherheiten wurde im Rahmen eines niederländischen Projekts die Schaffung einer allumfassenden Verifizierung der innerhalb Europas am häufigsten genutzten Codes beschlossen.



Um die dynamischen Belastungen und Energieerträge zu berechnen, werden in der Windturbinenindustrie Analysecodes wie Windsimulationen und aeroelastische Modelle zur Optimierung von zukünftigen Konstruktionen und Zertifizierungen verwendet. Das niederländische Verifizierungs-Projekt richtete sich auf die Analyse der Konstruktionscodes von acht Windturbinen in fünf Ländern an drei getrennten Windturbinenmodellen.



Mit diesen Experimenten sollten die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Konstruktionscodes von Windturbinen beurteilt sowie Empfehlungen für eine Verbesserung dieser Vorschriften erstellt werden. Die Experimente wurden unter drei verschiedenen Steuerstrategiebedingungen durchgeführt. Im Rahmen der grundlegenden Experimente wurden Überzug und Steigung reguliert sowie variable Geschwindigkeiten in Kombination mit freiem Gieren getestet. Zu den zusätzlichen Variablen gehörten Beschleunigungen und Zustromgeschwindigkeiten.

Als Teil des Codes wurde ein stochastischer Windsimulator verwendet, mit dem statistische Windeigenschaften, wie zum Beispiel mittlere Windgeschwindigkeiten, Sturmintensitäten und Längenskalen für die Rotorflächen bestimmt werden können. Die Ergebnisse der Konstruktionscodes wurden dann als Funktionen der Zeit interpretiert. Hierbei handelt es sich um einen notwendigen Prozess für die Konstruktion von Windturbinenkomponenten und Zertifikationsprozessen.

Die erzielten Codevoraussagen für die Belastungen an Laufschaufel, Rotor und Turm wurden schließlich mit Referenzdaten zu modernen Windturbinen verglichen. Diese Projektergebnisse wurden durch den Einbezug einer Datenbank weiter gestärkt, die Vergleiche zwischen kalkulierten und gemessenen Belastungen enthält.

Diese Resultate konnten jetzt Einblick in die wichtigen europäischen Konstruktionscodes gewähren, was wiederum bedeutet, dass die Projektteilnehmer mit ihrer erhöhten Konstruktionsqualität die industrielle Unterstützung verbessern können. Eine regelmäßige Aktualisierung der Datenbank gewährleistet einen ständigen Vergleich der Qualitätsverbesserungen der aktualisierten Codes mit den bestehenden Ergebnissen und beseitigt damit alle noch bestehenden Unsicherheiten.

Kontakt:

Gerard Schepers
Energy Research Centre of the Netherlands
Westerduinweg 3
P.O.Box 1, 1755ZG Petten, Niederlande
Tel: +31-224-564894
Fax: +31-224-568214

Gerard Schepers | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ecn.nl

Weitere Berichte zu: Code Konstruktionscode Windturbine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften