Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ökostrom-Partner für Stadtwerke

01.06.2004


Deutsch-Schweizer Kooperation begegnet Verbraucherunsicherheit mit interessantem Vertriebskonzept

... mehr zu:
»Umweltengagement »Ökostrom

Die Deutschen sind sensibler für Umweltbelange geworden. Dauerhafte Diskussionen um Ozonproblematik, CO2-Emissionen, Klimaveränderungen oder Energiewende und anderes mehr haben die Umweltaffinitäten deutlich erhöht. Das Thema Ökologie hat an vielen Stellen Einzug ins tägliche Leben gehalten. Mehr noch: Die Bereitschaft, sich handfest zu engagieren, war offenbar noch nie größer als heute.

So haben erst kürzlich im Rahmen einer Repräsentativerhebung mehr als 50 Prozent der Befragten ein konkretes Interesse geäußert, durch die Umstellung ihres Energiehaushaltes auf Strom aus regenerativen Quellen (Ökostrom) zur viel zitierten Energiewende beitragen zu wollen.


Großes Interesse an Umweltengagement mit Klimaschutzstrom

Zwar ist dieser so genannte Klimaschutzstrom geringfügig teurer (5 bis 10 Prozent) als konventionell produzierte Energie. Gleichwohl repräsentiert er eine gute Möglichkeit, sich mit vergleichsweise kleinem Aufwand nachhaltig für den Schutz und Erhalt der Umwelt zu engagieren. Immerhin wird durch eine Studie des Umweltbundesamtes belegt, dass ein 4-Personen-Haushalt, der auf Strom aus regenerativen Quellen umsteigt, die Umwelt um circa 3 Tonnen CO2 pro Jahr entlastet.

Viel zu häufig klafft jedoch zwischen artikulierter Bereitschaft und tatsächlichem Tun eine erhebliche Lücke – das Phänomen des statistischen Lochs, dessen Ursachen beim Thema Ökostromumstieg inzwischen aber durchaus bekannt sind. Es ist keineswegs nur etwa die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation, die die Verbraucher mitunter noch abhält, entsprechende Verträge zu zeichnen. Vielmehr scheuen potenzielle Interessenten in einem letzten Schritt den mitunter notwendigen Wechsel zu einem anderen Energieanbieter. Ein Umstand, der mit den mehrjährigen positiven Erfahrungen am liberalisierten Strommarkt kaum nachvollziehbar ist, trotzdem aber noch immer eine wichtige Rolle spielt.

Mangelnde Wechselbereitschaft vs. Umweltinteresse

Für Kunden eines Stadtwerks, das beispielsweise kein Ökostromangebot in seinem Angebotsportfolio führt, wiegt der Aspekt einer vermeintlichen Versorgungsunsicherheit bei einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter häufig mehr, als das als notwendig empfundene Umweltengagement. Folge: Die Verbraucher lassen sich mit einem weinenden Auge weiter von ihrem Stadtwerk mit konventionellem Strom beliefern.

Das muss jetzt nicht länger so sein. Anders als etwa bundesweit operierende Wettbewerber stützt sich ein im vergangenen Jahr gegründetes deutsch-schweizerisches Ökostrom-Joint Venture zwischen Energie AG Iserlohn-Menden und Rätia Energie AG (Poschiavo) auf eine Vertriebsstrategie, die sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. „Kernpunkt unserer Überlegungen ist, für unser Produkt PurePower St. Moritz in ganz Deutschland Stadtwerke als Kooperationspartner zu gewinnen“, erklärt Axel Sieling, Geschäftsführer der zuständigen Marketing- und Vertriebsgesellschaft Elementerra GmbH in Iserlohn.

Vorteile für Stadtwerke und ihre Kunden

Im Ergebnis bedeutet dieser Ansatz einen Rundumvorteil. Sieling: „Wir bieten Stadtwerken – als Lizenznehmer – ein qualitativ hochwertiges Produkt mit großer Umweltperformance an. Das erspart ihnen zum einen die kostenintensive Entwicklung einer eigenen regenerativen Strommarke und beschert ihnen zugleich einen wichtigen Imagezugewinn als ökologisch orientierte Stromanbieter, die im Interesse ihrer Kunden auf Umweltschutz durch Förderung erneuerbarer Energien und Ressourcenschonung setzen.“ Zudem werden die Kooperationspartner auf Wunsch mit einem breiten Serviceangebot unterstützt – insbesondere in den Bereichen Produktmarketing und PR.

Andererseits verweist der Elementerra-Geschäftsführer auf das zugleich gelöste Verbraucherproblem. „Die Ökostrom-Interessenten können bei ihrem vertrauten Stadtwerken bleiben und müssen die ungeliebte Wechselhürde nicht nehmen.“

Höchste Qualität und Herkunftsnachweis als Vertrauensmerkmal

PurePower St. Moritz – der Name ist Programm. Der Ökostrom wird nahezu CO2-frei in der Graubündner Alpenregion rund um St. Moritz aus reiner Schweizer Wasserkraft gewonnen und ist nach den Maßgaben des ok-power Labels von WWF, Verbraucherzentrale NRW sowie Öko-Institut (Freiburg) zertifiziert. Das Produkt erfüllt damit strengste Kriterien für Ökostrom in Deutschland.

Der markenrechtlich geschützte Name steht für einen neuen Marketingansatz. Die übliche Benennung von Stromprodukten mit Farben oder abstrakten Namen ohne nennenswerten Informationsgehalt macht Platz für ein Produkt, dessen Name eine klare Aussage zu Produktionsart, Produktreinheit und Herkunft macht. Ergebnis ist eine eigene Produktidentität mit hohem Bekanntheitsgrad und Wiedererkennungseffekt. „Ein – wie wir glauben – nicht zu unterschätzendes Qualitäts- und Vertrauensmerkmal“, so Axel Sieling.

Stromkennzeichnungspflicht als Positiv-Schub

Auch mit Blick auf die im Laufe des Jahres alle Stadtwerke verbindliche Stromkennzeichnungspflicht antizipieren die Verantwortlichen für PurePower St. Moritz einen Schub für ihre Marketingstrategie. “Wenn es darum geht, künftig den Verbrauchern auf jeder Stromrechnung detailgenau aufzuschlüsseln, aus welchen Stromquellen sich ihre Energie zusammensetzt und wie sich daraus die CO2-Belastung der Umwelt durch jeden Haushalt errechnet, sind wir mit PurePower St. Moritz für die Stadtwerke und ihre Kunden ganz sicher ein attraktiver Partner”, blickt Sieling nach vorn. Der Elementerra-Geschäftsführer rechnet durch die Kennzeichnungspflicht ebenfalls mit zusätzlichem Druck der Verbraucher in Richtung ihrer Stadtwerke, sich künftig umweltorientierter aufzustellen.

Elementerra GmbH
Stefanstr. 3
D - 58638 Iserlohn
tel. 02371 - 152 554
fax 02371 - 783 360

elementerra@pure-power.de

Daniela Preißler | Elementerra GmbH
Weitere Informationen:
http://www.innovations-report.de/html/profile/profil-1239.html
http://www.pure-power.de

Weitere Berichte zu: Umweltengagement Ökostrom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten