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Offshore-Windenergie wichtig für Klimaschutz

05.06.2001


Greenpeace Schiffstour informiert entlang der ostfriesischen Inseln über Windenergienutzung auf hoher See

Greenpeace setzt die Segel für Windenergienutzung auf hoher See. Heute startet die Umweltorganisation auf der Insel Juist eine vierwöchige Schiffstour entlang der ostfriesischen Inseln und Sylt, um Bewohner und Touristen über die Chancen sogenannter Offshore-Anlagen zu informieren. Mit dem historischen Segelschiff "Anna" und dem Greenpeace Aktionsschiff "Beluga" soll die Fahrt von Juist über Borkum, Norderney, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge bis Sylt gehen.

"Nur wenn wir die Windkraft auf See zur Energiegewinnung nutzen, kann Deutschland seine Klimaschutzziele noch erreichen", sagt Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace. "Viele Menschen können sich aber unter einem Windpark vor der Küste noch nicht viel vorstellen. Wir wollen deshalb den Dialog zwischen den Menschen aus der Region, Touristen, Investoren und Windenergieexperten verstärken."

Zur Zeit liegen zehn Anträge für Offshore-Windparks auf der Nordsee und fünf für die Ostsee vor. Die ersten Teilerrichtungsgenehmigungen werden voraussichtlich noch im Laufe des Jahres 2001 vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) erteilt. Die Größe solcher zunächst als Pilotprojekte geplanten Windparks hängen von ökologischen, ökonomischen und technischen Anforderungen ab. Damit die Windenergie auf See umweltverträglich ausgebaut wird, hat Greenpeace Kriterien zur Errichtung solcher Windparks entwickelt.

Demnach muss bei der ersten Ausbaustufe des Windparks ein umfangreiches Umweltmonitoring über zwei Jahre durchgeführt werden. Die Untersuchungen müssen unabhängige Institute überprüfen. Die Pilotprojekte sollen regional zusammengefasst werden. Die Anlagen müssen innerhalb einer Saison aufgestellt werden und in Betrieb gesetzt werden. Die Hersteller von Offshore-Windkraftanlagen sollen genügend Zeit für technische Verbesserungen und Weiterentwicklung erhalten.

Um diese Kriterien näher zu erläutern und um Planer, Hersteller sowie die Bevölkerung zusammenzubringen hat Greenpeace während der Informationstour zu einer Podiumsdiskussion nach Borkum (am 8.Juni) und Sylt (am 26.Juni) eingeladen.

Stefan Schurig | ots
Weitere Informationen:
http://www.greenpeace.de

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