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Notstromsystem mit Brennstoffzelle vorgestellt

17.05.2004


Das deutsche Unternehmen RP-Technik in Rodgau hat den Prototypen für ein Notstromsystem mit einer Brennstoffzelle vorgestellt. Die Zelle liefert 1000 Watt und läuft bei einem Netzausfall automatisch an. RP-Technik will das System in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen für Brennstoffzellen Udomi nun in Pilotanlagen auf ihre Praxistauglichkeit testen.


Bislang gibt es nur einen Prototypen des brennstoffzellengetriebenen Notstromsystems. Wann die ersten Geräte auf den Markt kommen werden, ist unklar. Foto: udomi



Bislang gibt es nur einen Prototypen des brennstoffzellengetriebenen Notstromsystems. Wann die ersten Geräte auf den Markt kommen werden, ist unklar. Foto: udomi



Die Brennstoffzelle des Hydro Power ZA genannten Systems benötigt etwa 30 Sekunden, bis sie einsatzbereit ist. Während dieser Zeit übernimmt eine kleine Pufferbatterie die Versorgung mit Energie. Diese Batterie wird von der Brennstoffzelle immer wieder aufgeladen. Wie lange das System bei einem Netzausfall Energie liefern kann, hängt allein vom Wasserstoffvorrat ab: Bei Volllast (1000 Watt) reicht eine 50-Liter-Wasserstoffflasche mit 200 bar Druck etwa zehn Stunden.

Gegenüber herkömmlichen Notstromanlagen mit Batteriebetrieb sehen die Entwickler des brennstoffzellengetriebenen Systems mehrere Vorteile: Akkus entladen sich mit der Zeit, während bei Brennstoffzellen immer die volle Energiemenge zur Verfügung steht. Zudem ist die Leistung von Brennstoffzellen im Temperaturbereich von 0 bis 40 Grad Celsius nahezu konstant. Auch ermöglichen sie einen weitaus längeren Notbetrieb als Batterien, und ihre Lebensdauer im Standby-Betrieb ist deutlich länger als die von Akkus, die einer chemischen Alterung unterliegen.

Nachteil ist der im Moment gegenüber einem System mit Bleiakkus noch fünf- bis zehnfach höhere Preis, wie Udo Michelfelder von Udomi erläutert. Geplant sei nun, eine oder mehrere Pilotanlagen zu installieren, um Betriebserfahrungen ( zu sammeln. Auch müsste geklärt werden, unter welchen Bedingungen die Anlagen die VDE-Vorschriften für Sicherheitsbeleuchtung erfüllen. Diese seien bislang ganz auf akkubetriebene Systeme ausgelegt.

Ulrich Dewald | Innitiative Brennstoffzelle

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