Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biomasse: Energiequelle mit grosser Zukunft

05.05.2004


Studie belegt gewaltiges Entwicklungspotenzial zur energetischen Nutzung der Biomasse



Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretaerin im Bundesumweltministerium, hat heute die Ergebnisse eines Projekts zur oekologischen Begleitforschung der Nutzung von Biomasse als erneuerbare Energiequelle vorgestellt. "Die Ergebnisse belegen einmal mehr, dass der eingeschlagene Weg zur Energiewende auch bei der Biomasse richtig und notwendig ist", sagte Frau Wolf. Das Forschungsprojekt habe bestaetigt, dass die Biomasse nach der Windenergie die naechste Sparte der erneuerbaren Energien sein wird, die in grossem Umfang erschlossen werden koenne.



Zweieinhalb Jahre untersuchte ein Forschungsteam, dem 25 Wissenschaftler von zwei namhaften Instituten unter der Leitung des Oeko-Instituts angehoerten, die Entwicklungspotenziale der Biomasse-Nutzung. Sein Befund: Bis zum Jahr 2020 kann die Biomasse einen Anteil von jeweils rund 10 Prozent an der Strom- und Waermeerzeugung sowie an Treibstoffen fuer PKW erreichen. Bis zum Jahr 2030 koennen diese Anteile bei Strom auf 16 Prozent und bei Treibstoffen fuer PKW auf 15 Prozent gesteigert werden. "Die Biomasse kann erheblich dazu beitragen, unsere Ziele fuer den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen", sagte Wolf. Der gesamte Oekostromanteil soll bis 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis 2020 auf mindestens 20 Prozent steigen. Im Jahr 2050 soll mindestens die Haelfte unseres Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

Die Nutzung der Biomasse als Energiequelle wird auch in grossem Umfang Arbeitsplaetze schaffen. Bis 2030 koennen rund 200.000 neue Vollzeit-Arbeitsplaetze entstehen, so die Studie. Diese Arbeitsplaetze entstehen ueberwiegend im heute strukturschwachen laendlichen Raum sowie beim Maschinenbau. Deutschland ist bereits auf dem richtigen Weg: Die Stromerzeugung aus Biomasse hat sich seit dem Jahr 2000 auf rund 6 Milliarden Kilowattstunden (6 TWh) verdoppelt. Der Absatz an Biotreibstoffen stieg im vergangenen Jahr um 100.000 Tonnen auf 650.000 Tonnen an.

"Bei der Biomasse kann sich Deutschland wie zuvor schon bei der Windenergie an die Spitze des Weltmarkts fuer nachhaltige Energietechniken setzen. Gezielte Forschungsfoerderung, geeignete Markteinfuehrungsprogramme und passende Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz muessen den Weg ebnen. Von allein passiert dies nicht", so Margareta Wolf.

Michael Schroeren | BMU
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de
http://www.erneuerbare-energien.de
http://www.oeko.de

Weitere Berichte zu: Biomasse Energiequelle Treibstoff Windenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Linearpotentiometer LRW2/3 - Höchste Präzision bei vielen Messpunkten
17.05.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht Neues 100 kW-Wechselrichtermodul für B6-Standard halbiert Gewicht und Volumen
17.05.2017 | Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie