Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Reaktion von hochalkalischer Biomasse bei der Verbrennung in Gasphasenkonditionen

28.04.2004


Forscher haben herausgefunden, dass hohe Konzentrationen von alkalischen Metallen, Chlor und Schwefel in Stroh unter anderem zu folgenden Problemen bei der Verbrennung führen können: Deformierung der Kesselasche, durch Ablagerungen verursachte überhitzte Korrosion sowie Ausstoß von SO2, HCl und Aerosolen aus der Asche.



Wissenschaftler haben das HIAL-Arbeitspaket entwickelt, um die möglichen SO2-Emissionen und Ascheerzeugungsprozesse zu begreifen und zu verhindern, die bei der Rostfeuerung mit Stroh durch die alkalischen Eigenschaften der Biomasse entstehen. Dieses Arbeitspaket umfasst einen detaillierten Reaktionsmechanismus, mit dem die Reaktion dieser Brennstoffe während ihrer Verbrennung unter Gasphasenkonditionen getestet wird.



Zur Untersuchung der Verbrennungschemie wird dieser Reaktionsmechanismus mit numerischen Simulationen von homogenen Brennvorgängen, bewegten Reaktionsgeräten und Laminarflachflammen gekoppelt. Innerhalb des Reaktionsmechanismus wurde ein mit C/H/O-Chemie verbundener Untermechanismus mit Hilfe von hochspezialisierten wissenschaftlichen Daten und Methoden aktualisiert und getestet. Weiterhin wurde ein zweiter Untermechanismus entwickelt, mit dem die Verschlechterung von Kaliumchlorid und seinen Reaktionsprodukten in Verbrennungssystemen dargestellt wird. Insgesamt wurden in diesen Experimenten 97 verschiedene Stroharten aus verschiedenen europäischen Ländern und 521 reversible Reaktionen eingeschlossen, um die Verbrennung von typischen entflammbaren Strohprodukten zu beschreiben.

Für die Wissenschaftler ist die aktuelle Forschung besonders bedeutend, weil sie zeigt, dass Reaktionsmechanismen das Verständnis von alkalischer Chemie fördern. Dadurch können wiederum Primärmaßnahmen für die Rostfeuerung entwickelt werden, mit denen die SO2-Emissionen unter 200mg/Nm³ gehalten werden können, ohne dass Rauchgasentschwefelungsanlagen installiert werden müssen. Durch eine geeignete Veränderung der betrieblichen Parameter zum Auffangen von SO2 in der Boden- und Flugasche können durch alkalische Substanzen verursachte Korrosionen verhindert werden. Damit wird der Prozess zuverlässiger, und der Strohanteil bei den den Brennvorgang begleitenden Prozessen wird erhöht.


Kontakt

Dr Tamás Turányi
Eötvös University
Associate Professor
Pázmány Péter sètány 1/A
1117
Budapest
HUNGARY
Tel: +36-1-2090555
Fax: +36-1-2090602
Email: turanyi@garfield.chem.elte.hu

| ctm
Weitere Informationen:
http://dbs.cordis.lu/fep-cgi/srchidadb?ACTION=D&SESSION=&TBL=DE_OFFR&RCN=EN_RCN:1347&CALLER=OFFR_O_SCIE_DE

Weitere Berichte zu: Biomasse Gasphasenkondition SO2-Emissionen Verbrennung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht
16.01.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Greifswalder Plasmaforscher erforschen Nanomaterialien für effiziente Energiespeicherung
13.01.2017 | Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie