Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Atomreaktoren der vierten Generation

10.02.2004


Umfangreiche Studien zur Verbesserung von Atomreaktoren haben zu zahlreichen Fortschritten bezüglich des Designs, des Betriebs, der Sicherheit und der Kosteneffizienz dieser Anlagen geführt. Insofern dürfte diese Übersicht zum Konzept des gasgekühlten schnellen Reaktors (Gas Cooled Fast Reactor, GCFR) maßgeblich zum Design der Atomreaktoren der vierten Generation beitragen.


Aus den Atomreaktoren der ersten Generation, die in den fünfziger Jahren entwickelt wurde, sind im Lauf der Jahre Anlagen geworden, deren Sicherheit und Kosteneffizienz immer weiter verbessert wurden. Ein Reaktor besteht typisch aus den Brennelementen, der Brennstoffhülle, einem Moderator, einem Kühlmittel, Steuerstäben, einem Druckbehälter und einem Sicherheitsbehälter (Containment). Je nach den verwendeten Brennstoff- und Moderatormaterialien, dem Kühlkreislauf und dem Kühlmittel unterscheidet man verschiedene Reaktortypen, die heute in Betrieb sind.

In diesem von der EU finanzierten Projekt ging es speziell um die GCFR-Technologie, wobei klar wurde, dass diese Technologie eines der wichtigsten Konzepte für künftig zu bauende Reaktoren darstellt. Wie eine Literaturstudie zu früheren realisierbaren GCFR-Technologien ergab, könnte sich das GCFR-Konzept der nächsten Generation auf eine Kombination aus dem gasgekühlten thermischen Reaktor und dem schnellen Reaktorkern (Schnelle Europäische Flüssigmetall-Reaktoren) gründen. Darüber hinaus wurden im Projekt die wichtigsten Sicherheitsmerkmale und die sicherheitstechnische Durchführbarkeit dieses innovativen Konzepts analysiert. Umfassende Forschung wurde auch im Hinblick auf die Integration eines GCFR in den Kernbrennstoffzyklus betrieben.


Was die künftige Entwicklung angeht, haben schnelle Reaktoren ein erhöhtes Potenzial für die Erfüllung sowohl von Sicherheitsanforderungen als auch von Kriterien der betrieblichen Kosteneffizienz gezeigt. Bislang galt flüssiges Natrium als geeignetes Kühlmittel für die meisten schnellen Reaktoren, doch inzwischen hat sich gezeigt, dass ein gasförmiges Kühlmittel deutliche Vorteile bietet, was Aspekte wie etwa die Inspektion während des laufenden Betriebs, chemische Kühlmittelrisiken, die Sicherheitsparameter für den Reaktorkern und die Verbrennung von Rückständen angeht. Die Projektergebnisse stützen nicht nur die Brauchbarkeit der GCFR-Technologie, sondern sprechen auch für die Sicherheit, Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Flexibilität dieses Konzepts.

Kontakt:

C.H. Mitchell
NNC Ltd
Chelford Road,Knutsford
WA16 8NQ, Cheshire, Großbritannien
Tel: +44-1565-843156
Email: Colin.Mitchell@nnc.co.uk

C.H. Mitchell | ctm
Weitere Informationen:
http://www.nnc.co.uk

Weitere Berichte zu: Atomreaktor GCFR Kosteneffizienz Kühlmittel Reaktor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht IT-Kühlung: So schaffen Kleinbetriebe den Sprung in die IT-Profiliga
23.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Plug & Play: Drei auf einen Streich
29.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise