Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geothermieprojekt in Unterhaching tritt in "heiße Phase"

06.02.2004


Mit dem offiziellen Beginn der Produktionsbohrung tritt heute das vom Bundesumweltministerium mit insgesamt 5 Mio. Euro gefoerderte Geothermie-Projekt im bayerischen Unterhaching in eine entscheidende Phase. "In Unterhaching wollen wir modellhaft zeigen, welchen Beitrag die Nutzung der Erdwaerme zur umweltgerechten Energiegewinnung leisten kann", sagte Bundesumweltminister Juergen Trittin heute bei einer Feierstunde am Bohrplatz.



Schon im April soll der Bohrer den geologischen Prognosen zufolge in ueber 3000 Metern Tiefe auf eine wasserfuehrende Schicht stoßen. Das zwischen 100 und 120 Grad heiße Thermalwasser kann dann an die Oberflaeche gepumpt werden. Spaetestens ab 2006 soll es Energie zur Stromerzeugung und Fernwaerme liefern. Erstmalig in Deutschland soll in Unterhaching eine neuartige, effizientere Technologie zum Einsatz kommen. Die sogenannte Kalinatechnologie ermoeglicht eine hoehere Energieausbeute gegenueber den bisher ueblichen Verfahren auch bei relativ niedrigen Temperaturen im Erdinnern.

... mehr zu:
»Erdwaerme »Geothermieprojekt


Als eine der erneuerbaren Energien, deren Anteil an der Stromerzeugung die Bundesregierung bis 2020 auf 20 Prozent steigern will, traegt Erdwaerme zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz bei. Bundesumweltminister Trittin machte in Bayern außerdem auf die wirtschaftliche Perspektive aufmerksam: "Die verstaerkte Nutzung erneuerbarer Energien schafft Arbeitsplaetze - sowohl in den Industrielaendern als auch in den Entwicklungslaendern, wo der Energiebedarf staendig zunimmt." Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat die Bundesregierung die Verguetungssaetze fuer Strom aus Geothermie weiter verbessert. Fuer Strom aus dem Projekt Unterhaching werden demnach 15 Cent je Kilowattstunde verguetet.

Beim Vorhaben in Unterhaching wurde ein weiterer Durchbruch erreicht: Die erste privatwirtschaftliche Fuendigkeitsversicherung. Bisher war das Risiko, bei den kostenaufwaendigen Tiefbohrungen fuer geothermische Energieerzeugung nicht den erwuenschten Erfolg zu erzielen, das groeßte Hindernis fuer die Finanzierung. In diesem Falle ist es durch den Abschluss einer entsprechenden Versicherung auf privatwirtschaftlicher Basis europaweit das erste Mal gelungen, eine faire Risikoverteilung zwischen allen Beteiligten zu erreichen.

Michael Schroeren | BMU
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Erdwaerme Geothermieprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Intelligentes Lademanagement entwickelt – Forschungsprojekt ePlanB abgeschlossen
18.10.2017 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise