Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fortschritte bei Elektroantrieben

14.10.2003


Die Fortschritte bei den elektronischen Bauelementen aus Silizium haben sich enorm auf Antriebsanwendungen - beispielsweise in Elektroautos und Lokomotiven - ausgewirkt. Das tschechische Forschungsinstitut für Elektrotechnik hat jetzt neue drehzahlveränderliche Antriebe auf der Basis von Gate Turn-Off- (GTO-) Thyristoren und IGBTs (Insulated Gate Bipolar Transistors) analysiert und entwickelt.



Der GTO-Thyristor ist ein Halbleiterbauelement, das über ein Gate-Steuersignal ein- und ausgeschaltet werden kann. Der Hauptvorteil des GTO-Thyristors gegenüber einem herkömmlichen Thyristor besteht darin, dass er sich - durch Anlegen eines Steuerimpulses an das Gate - nicht nur in einer Richtung in den leitfähigen Zustand steuern lässt, sondern auch als Leistungsschalter arbeiten kann. Dabei bewirkt das Anlegen eines positiven Steuerimpulses an das Gate das Einschalten des Thyristors, während dieser durch einen negativen Impuls wieder ausgeschaltet wird. Mit diesem Bauelement steht ein komfortables Verfahren zum Umwandeln einer Wechselspannung in eine variable Gleichspannung und damit zur Regelung der Drehzahl von Wechsel- und Gleichstrommotoren zur Verfügung.

... mehr zu:
»Gate »IGBT »Steuerimpuls »Thyristor


Der IGBT (Insulated Gate Bipolar Transistor), die neueste Entwicklung in der Leistungselektronik, kam Mitte der achtziger Jahre auf den Markt. Der IGBT lässt sich weitaus schneller schalten als seine Vorgänger in GTO-Technologie und kommt zudem mit einer einfacheren Ansteuerelektronik aus. Dies senkt den dafür erforderlichen Strom und somit auch die erzeugte Wärme, was die Herstellung kompakterer und leichterer Bauelemente gestattet. Außer durch ihre kurzen Schaltzeiten zeichnen sich IGBTs durch einen geringen Spannungsabfall im leitenden Zustand und hohe Stromtragfähigkeit aus. Diese Bauelemente haben die Kosten für die elektronischen Systeme in Antriebsanwendungen gesenkt und gleichzeitig deren Robustheit erhöht.

Das tschechische Forschungsinstitut für Elektrotechnik hat sich mit den Möglichkeiten zur Reduzierung der Abmessungen, der Kosten und der Komplexität von Bauelementen beschäftigt, die Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln und umgekehrt (Stromrichter) und in drehzahlveränderlichen Antrieben zur Anwendung kommen, ohne dies jedoch mit Einbußen beim Wirkungsgrad erkaufen zu müssen. Dazu untersuchten die Forscher Stromrichter auf IGBT- und GTO-Basis und widmeten dabei der Strategie zu deren Auslegung und Ansteuerung besondere Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse führten zu neuen Gleich- und Wechselstromantrieben für Oberleitungsbusse, die inzwischen erprobt sind und in Serie hergestellt werden. Partnerunternehmen mit Aktivitäten auf diesem Gebiet sind eingeladen, sich an der weiteren industriellen Entwicklung und Erprobung der neuen Antriebe zu beteiligen, die sich wegen ihrer kompakten Bauweise und ihres geringen Gewichts besonders für leichte Fahrzeuge eignen.

Kontaktangaben

Klara Cerna
Technology Centre AS CR
Rozvojova 135, 165 02 Prague 6
Czech Republic
Tel: +420-2-203-90-722
Fax: +420-2-209-22-698
Email: cerna@tc.cas.cz

Klara Cerna | ctm
Weitere Informationen:
http://www.tc.cas.cz

Weitere Berichte zu: Gate IGBT Steuerimpuls Thyristor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Intelligentes Lademanagement entwickelt – Forschungsprojekt ePlanB abgeschlossen
18.10.2017 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie