Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kraftstoffersparnis durch Luft

03.06.2003


Ein neuartiges Pneumatik-Triebwerk könnte im Vergleich zu traditionellen Verbrennungskraftmaschinen erhebliche Kraftstoffmengen einsparen.



Nikolaus Otto entwickelte in der Mitte des 19. Jahrhunderts die erste Viertakt-Verbrennungskraftmaschine - den Ottomotor. Auch die Motoren in modernen Automobilen arbeiten noch heute nach denselben Prinzipien wie die ersten Ottomotoren. Dabei wird eine geringe Menge Kraftstoff in einem geschlossenen Brennraum (dem Zylinder) gezündet, was eine große Menge mechanischer Energie in Form von expandierendem Gas freisetzt. Diese Energie wird anschließend durch eine Serie von Antriebswellen und Zahnrädern in die Vorwärtsbewegung des Automobils umgesetzt.



Der Betrieb von Verbrennungskraftmaschinen dieser Art, ob sie nun als Antriebe für Autos oder zu anderen Zwecken eingesetzt werden, bringt allerdings zahlreiche Probleme mit sich. So unterliegen seine metallischen Teile hohem Verschleiß und bedürfen ständiger Wartung. Verbrennungskraftmaschinen setzen Luftschadstoffe wie z.B. Kohlenwasserstoffe und Stickoxide frei und verbrauchen zudem große Mengen Kraftstoff.

Angesichts der riesigen Zahl dieser Motoren, die weltweit betrieben werden, sind die Probleme im Hinblick auf Luftverschmutzung und Energieverbrauch beträchtlich. Während der jüngsten Energiekrise wurde gar vorgeschlagen, Verbrennungsmotoren zugunsten von umweltfreundlicheren Technologien abzuschaffen.

Als Konsequenz daraus konzentrierten die Ingenieure ihre Bemühungen auf die Entwicklung von Triebwerken mit höherem Wirkungsgrad. Ein Erfinder in Estland ist jetzt auf eine brauchbare Lösung gekommen. Die Innovation besteht darin, dass über den gesamten Viertaktzyklus hinweg Luft in den Kolben eingespritzt wird.

Die Ergebnisse sind extrem ermutigend. Dieser Pneumatik-Kolbenmotor (Pneumatic Piston Engine, PPE) leistet ebenso viel wie eine typische Verbrennungskraftmaschine herkömmlicher Bauart, verbraucht aber fünf bis sechs Mal weniger Kraftstoff. Ein weiterer Vorteil ist, dass der PPE auch nach einem Ausfall des Bordnetzes weiterläuft.

Der PPE ist überall einsetzbar, wo auch herkömmliche Verbrennungsmotoren betrieben werden, also in Automobilen, Motorrädern, Schiffen oder Zügen. Auch eine Umrüstung vorhandener Motoren auf die neue Technologie könnte möglich sein. Für den PPE wurden bereits verschiedene Patente angemeldet. Auf der Grundlage dieser erfolgversprechenden Forschungsarbeit ist der estnische Erfinder auf der Suche nach Partnern sowie nach Unterstützung für eine industrielle PPE-Fertigung.

Kontakt
LUIK, Argo

Enterprise Estonia, ESTAG
Narva mnt. 13
10151
Tallinn
ESTONIA
Tel: +372-6279705
Fax: +372-6279427
E-Mail: argo.luik@eas.ee

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.estag.ee/
http://dbs.cordis.lu/fep-cgi/srchidadb?ACTION=D&SESSION=&DOC=1&RCN=EN_RCN:1064&CALLER=OFFR_TM_DE&TBL=DE_OFFR

Weitere Berichte zu: Kraftstoff Ottomotor PPE Verbrennungskraftmaschine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften