Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kryptografie mit elliptischen Kurven

28.05.2003


Das ELIAS-Projekt befasst sich mit Kryptografie auf der Basis von leicht verständlichen und anwendbaren elliptischen Kurven.



Die Kryptografie ist die Wissenschaft von der Ver- und Entschlüsselung von Daten zu Zwecken der Informationssicherheit. Dabei wird gewöhnlicher Klartext durch Verschlüsselung in einen chiffrierten Text umgewandelt, der anschließend wieder entschlüsselt werden kann. Solche Verfahren zum sicheren Speichern und Übermitteln von Informationen arbeiten mit mathematischen Systemen oder Kryptosystemen.

... mehr zu:
»ELIAS-Projekt »Kryptografie »Kurve


Elliptische Kurven sind einfache mathematische Funktionen, die sich in Form von sanft geschwungenen Linien in der x-y-Ebene darstellen lassen. Allerdings werden Kryptosysteme, die mit elliptischen Kurven arbeiten, nur sehr zurückhaltend eingesetzt, da sie mit komplexer Mathematik verbunden sind. Um dieses Hindernis auszuräumen und die verfügbaren Vorteile zu nutzen, wurden im ELIAS-Projekt kryptografische Verfahren auf der Basis von elliptischen Kurven entwickelt.

Die Kryptografie mit elliptischen Kurven (Elliptic Curve Cryptography, ECC) basiert auf Algorithmen, die für Serien von Punkten auf elliptischen Kurven definiert sind. Die elliptischen Kurven dienen zum Verschlüsseln von Informationen, zum Generieren von Digitalsignalen und zum Austauschen von Schlüsseln. Die im Projekt entwickelte Software beinhaltet Algorithmus-Primitives (Grundelemente der grafischen Darstellung), digitale Signaturen und Verfahren zum Austauschen von Schlüsseln. Darüber hinaus enthält sie einen Ellipsengenerator. Implementiert wurde die Software fast ausschließlich in JAVA, was den Vorteil bietet, dass sie auf den meisten Plattformen lauffähig ist.

Das Projekt gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil des Projekts besteht in der Standardisierung der angewandten Verfahren gemäß der ISO-Norm 15946 und in der Entwicklung der relevanten Dokumentation in einem für den Entwickler leicht lesbaren und verständlichen Format. Der zweite Teil des Projekts betrifft die Software zur Kurvenerzeugung. Diese dient zur schnellen Erzeugung qualifizierter elliptischer Kurven. Je nach Bedarf können unterschiedliche Kurvenausprägungen erzeugt werden.

Die Software ist frei verfügbar; die zugehörigen Informationen sind per Internet zugänglich. Auf diesem Gebiet sind weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten geplant.

Kontakt:

Universität Siegen
Institute for Data Communications Systems
Hölderlinstr. 3, 57068 Siegen
Professor Dr. Christoph Ruland
Tel: +49-271 - 7402522
Fax: +49-271 -7 402536
Email: ruland@nue.et-inf.uni-siegen.de

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.nue.et-inf.uni-siegen.de

Weitere Berichte zu: ELIAS-Projekt Kryptografie Kurve

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Körperenergie als Stromquelle
22.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht „Cool“ bleiben im Büro: Wasser als Kältemittel im Alltag bald vor Durchbruch?
22.08.2017 | Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ein Feuerwerk der chemischen Forschung

24.08.2017 | Veranstaltungen

US-Spitzenforschung aus erster Hand: Karl Deisseroth spricht beim Neurologiekongress in Leipzig

24.08.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eisberge: Mathematisches Modell berechnet Abbruch von Schelfeis

24.08.2017 | Geowissenschaften

Besseres Monitoring der Korallenriffe mit dem HyperDiver

24.08.2017 | Geowissenschaften

Rauch von kanadischen Waldbränden bis nach Europa transportiert

24.08.2017 | Geowissenschaften