Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Windenergieanlagen für die Antarktis

23.04.2003


Eines der innovativsten und spannendsten Windprojekte wurde jetzt mit drei ENERCON Anlagen des Typs E-30 (300 kW) verwirklicht.

Unter den neugierigen Blicken einiger Pinguine hat ENERCON die ersten Windenergieanlagen in der Antarktis errichtet. Die Tiere kamen des Abends ohne Scheu, begutachteten die baulichen Veränderungen und gingen wieder. Die Anlagen sollen als hybrides System zusammen mit einem Dieselgenerator die dort ansässige australische Forschungsstation Mawson mit Strom versorgen. Kunde ist die Australian Antarctic Division.

Die Anlagen müssen extremen Belastungen standhalten, sind sie doch Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius unter Null und Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h ausgesetzt. Diese Voraussetzungen verlangten nach speziell angepassten Türmen, die den besonderen Lasten durch Luftdichte und Wind Rechnung tragen und aus Spezialstahl für Tiefsttemperaturen gefertigt sind. Die Gondel selbst ist im Prinzip mit den Standardkomponenten ausgestattet worden. Lediglich die Gussteile wurden mit geringen Modifikationen gefertigt, die eine Anpassung an die tiefen Temperaturen darstellen. Für die Elektrik war eine thermische Versorgung vonnöten. So wurden beispielsweise die Elektrokisten mit Heizungen versehen. Die Rotorblätter entsprechen den ENERCON Standards. Blattheizungen sind aufgrund der minimalen Luftfeuchtigkeit nicht erforderlich.

Transport und Aufbau gestalteten sich schwierig, wie Bernd Rosner und Deerk Thos vom ENERCON Aufbauteam vor Ort feststellen konnten. Bernd Rosner schildert der WINDBLATT-Redaktion in einer E-Mail seine Eindrücke und Erlebnisse: "Der Transport hier in der Antarktis ist problematisch. Straßen gibt es aus Umweltschutzgründen nicht. Die Turmteile, Maschinenhaus und Nabe wurden auf einem Schlitten zum Fundament gezogen. Allein das Entladen des Schiffes hat zehn Tage Zeit in Anspruch genommen." Die Komponenten sind mit dem Schiff vom australischen Tasmanien aus auf die Reise geschickt worden. Der Aufbau sei wiederum schwierig, weil bis in die frühen Nachmittagsstunden ein Wind von 15 bis 25 m/s weht, der sich erst später langsam legt.

Von den Temperaturen her zeigt sich der sommerliche Südpol derzeit gnädig. Gelegentlich klettert die Anzeige des Thermometers sogar über die Null-Grad-Marke. Das Alltagsleben in der australischen Station, schreibt Bernd Rosner, sei okay: "Das Essen ist sehr gut. Es gibt hier ein Gewächshaus, andere Nahrungsmittel sind tiefgefroren. Eine Bar und ein Kino haben wir und hinzu kommt ein unbeschreiblicher Ausblick auf ein besonderes Naturschauspiel."

Kontakt

Nicole Weinhold
Editor WINDBLATT
Public Relations
ENERCON GmbH
Tel.: (49) 4941 - 927 275
Fax: (49) 4941 - 927 279

Nicole Weinhold | ENERCON
Weitere Informationen:
http://www.aad.gov.au
http://www.innovations-report.de/html/profile/profil-1105.html

Weitere Berichte zu: Antarktis Windenergieanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Intelligentes Lademanagement entwickelt – Forschungsprojekt ePlanB abgeschlossen
18.10.2017 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise