Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rotorblattschäden entwickeln sich zu Kostentreibern in der Windkraft

03.02.2003


Die Qualitäts-Initiative Rotorblatt des BWE hält nun schon im zweiten Jahr mit Engagement dagegen



Die Wartung und Instandhaltung von WEA Rotoren ist inzwischen aufgrund aufgetretener Schäden zur teuersten Schadensursache beim Betrieb der Windenergieanlagen in der Megawattklasse herangewachsen, wie eine neuere DEWI-Studie belegt. Die Versicherungswirtschaft hat bereits darauf reagiert, Vertragsmodalitäten wurden mit der Einführung einer Revisionsklausel angepasst, Wirtschaftlichkeitsberechnungen nachjustiert. Die komplette Revision einer Anlage kann schnell 10 % der Investitionskosten ausmachen, sagen Sachverständige. Bleiben Anlagen unversichert, werden in aller Regel sofort die Bankkredite gekündigt, der Insolvenzantrag des Betreibers ist dann die Folge.

... mehr zu:
»BWE »Rotorblatt »Windkraft


Nach dem Vorbild eines Anlagenherstellers bemühen sich andere nach Vermögen "Full-Service" Wartungssicherheit zu verkaufen, bis hin zur Risikoabdeckung der Betriebsunterbrechung. Weitsichtige Betreiber bauen eigene Servicekompetenzen auf oder schließen sich mit bereits handlungsfähigen Serviceunternehmen zusammen um dieses Ziel schneller zu erreichen. Auf lange Sicht ist aber volkswirtschaftlicher Schaden nicht abzuwenden, solange die Ursachen allzu kurzer Zeitstandfestigkeiten der Rotorblätter nicht beseitigt werden; dabei ist gleichgültig wie die Instandsetzung verbucht wird, ob über die Rückversicherung der Hersteller, die Maschinenbruch- und Betriebsunterbrechungs-Versicherung des Betreibers oder den ausbleibenden Gewinnen der Anleger.

Im Mai letzten Jahres hat der unabhängige Sachverständige für Rotorblätter, Dr. Wolfgang Holstein, sich als erster lautstark zu Wort gemeldet und dafür nicht ungeteilte Unterstützung erfahren. Am Rande der Welt-Windenergie-Konferenz trafen sich dann zur ersten Veranstaltung ein kleiner Kreis von Windkraftinteressierten im Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK Berlin) der Fraunhofer Gesellschaft um über eine Strategie zur Vermeidung von Schadensserien bei Windkraftrotoren zu diskutieren.

Wie schon die erste, wurde auch die zweite Veranstaltung durch die Moderation durch den BWE, Herrn Manfred Dürr, Fachreferent Qualitätsmanagement, unter die Schirmherrschaft des Bundesverbands für WindEnergie gestellt. Zu dieser sehr praxisrelevanten zweiten Veranstaltung hat Herr Guido Wittwer, L+L Rotorservice GmbH, nach Basdahl eingeladen und in sehr kompetenter Weise Rotorblattinstandsetzung präsentiert.

Die dritte Veranstaltung am 17. Februar 2003, wird unterstützt durch den stellvertretenden Geschäftsführer des BWE, Herrn Ralf Bischof, der sich neuerdings und hauptamtlich um Qualität zu kümmern hat - so will es sein Vorstand und der Präsident des BWE, Herr Dr. Peter Ahmels, der für dieses Jahr das Thema Qualität zum Schwerpunkt der Anstrengungen des BWE erklärt hat.

Aus der Sicht des unabhängigen Sachverständigen ist Kommunikation zwischen den Beteiligten der erste Schritt auf dem Weg zur Problemlösung. Vestas Deutschland übernimmt hier, und das nimmt Herr Klaus Burmeister, der in Deutschland für die Technik verantwortlich zeichnet persönlich in die Hand, die Vorreiterposition und hat kürzlich Sachverständige in die Rotorblattproduktion eingeladen und stand Rede und Antwort.

Zunächst geht es aber bei den im Betrieb befindlichen Anlagen darum Initial-Schäden früh zu erkennen um Schlimmeres zu vermeiden. Auf die Erstellung von kompetenten und unabhängigen Rotorblattgutachten ist die HMS Technologie GmbH ausgerichtet. Dafür steht der Firmeninhaber, Dr. Wolfgang Holstein, der die werkstoffspezifische Fertigungstechnik der Rotorblätter im industriellen Bereich angewendet und weiterentwickelt hat.

| SolarInfo.de

Weitere Berichte zu: BWE Rotorblatt Windkraft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit