Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mini-Brennstoffzelle aus Herten soll den Weltmarkt erobern

16.01.2003


Das Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung NRW teilt mit:



"Mit der Serienfertigung der 50-Watt-Mini-Brennstoffzelle auf Wasserstoffbasis für den Einsatz im "Mobilen Büro der Zukunft" steigt die Fa. Masterflex in ein vielversprechendes Brennstoffzellen-Marktsegment ein," sagte NRW-Energieminister Axel Horstmann heute in Herten. " Ich freue mich, dass dieser Meilenstein in enger Kooperation des Herstellers mit dem Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW erreicht werden konnte. Dies eröffnet Masterflex hervorragende Chancen für interessante Zukunftsmärkte," so der Minister weiter. Nach Einschätzung von Experten werde in diesem Marktsegment für die Brennstoffzellenanwendung als erstes die Grenze zur Wirtschaftlichkeit überschritten, da der weltweite Bedarf für Brennstoffzellen sehr groß sei, die den Betrieb von Laptops, Druckern oder Handys unabhängig von Akkus und vom Stromnetz möglich machen.



Im Zukunftszentrum Herten nahm die Masterflex AG ihren ersten Teststand zur Qualitätssicherung der Serienproduktion von Brennstoffzellen in Betrieb. Das 1987 gegründete Unternehmen mit Sitz in Gelsenkirchen hat sich im Laufe der Jahre Know-how bei der Entwicklung und Verarbeitung von Spezialkunststoffen erworben. Heute ist Masterflex in weltweit führender Marktposition im Bereich von High-Tech-Schlauchsystemen für Industrie und Medizintechnik tätig. Das umfangreiche Know-how nutzt man jetzt für die Herstellung von Brennstoffzellen-Systemen, wobei der Einsatz von neuartigen Materialien zu einer deutlichen Kostenreduzierung führen soll. Dieses Projekt unterstützte das Düsseldorfer Energieministerium im Rahmen des REN-Programmes über die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW mit rund 580.000 Euro.

Minister Horstmann: "Nordrhein-Westfalen hat bereits jetzt einen Spitzenplatz bei zukunftsfähigen Energietechnologien erreicht, sowohl bei innovativen modernen fossilen Kraftwerkstechnologien und der Grubengasnutzung als auch bei regenerativen Energietechnologien wie der Nutzung von Sonne, Wind, Biomasse und Geothermie. Mein Ziel ist es, diese Position auszubauen und insbesondere auch bei hochinnovativen Themen wie der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie den Technologietransfer beschleunigen zu helfen. Dies bildet die Grundlage dafür, dass auch in der mittelständischen Industrie, wie hier bei Masterflex, innovative Produkte entstehen und marktfähig werden, die die Chance bieten, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen."

Seit 1988 wurden rund 30 Millionen Euro Fördermittel für 27 Brennstoffzellenprojekte verwandt, die ein Gesamtvolumen von rund 66 Millionen Euro haben. Darüber hinaus fördert das Wissenschaftsministerium Brennstoffzellen-Projekte an Hochschulen mit rund 10 Millionen Euro. Im April 2000 gründeten Energie- und Wissenschaftsministerium das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW. Rund 230 Experten aus Firmen und Forschungseinrichtungen arbeiten darin an zukunftsfähigen Lösungen für die Energieversorgung. Meilensteine der erfolgreichen Arbeit sind unter anderem die Gründung des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik in Duisburg und des deutsch-kanadischen Unternehmens Hydrogenics Europe GmbH in Gelsenkirchen. Mit Masterflex nimmt erstmals ein deutsches Unternehmen in NRW die Serienproduktion von Minibrennstoffzellen auf Wasserstoffbasis für das "Mobile Büro der Zukunft" auf.

| SolarInfo.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik
17.02.2018 | Max-Planck-Institut für Polymerforschung

nachricht Verborgene Talente: Mit Bleistift und Papier Wärme in Strom umwandeln
16.02.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics