Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Untersuchungen an Windkraftanlage mit H-Rotor

22.10.2002


Die Hochschule Bremerhaven arbeitet an einer Windkraftanlage mit H-Rotor und deren Einsatzmöglichkeiten unter Extremsituationen. Dabei soll auch erforscht werden, ob der Einsatz unter Wasser möglich und sinnvoll ist.



Seit einigen Wochen ziert eine eher ungewöhnliche Anlage das Dach der Hochschule Bremerhaven. Dabei handelt sich um eine Windkraftanlage, die anders als die bekannten Dreiflügler senkrechte Flügel in Form des Buchstabens H hat.


Dieser H-Rotor ist Gegenstand von ausführlichen Untersuchungen, die im Rahmen der Abschlussarbeit von George Okoth, Student im internationalen Studiengang "Process Engineering and Energy Technology" (Verfahrens- und Energietechnik), behandelt werden. Der Kenianer Okoth erforscht unter der Leitung von Professor Dr. Friedrich Zastrow und den technischen Mitarbeitern Heiko Schier und Hans Stross die speziellen Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Windkraftanlagen mit H-Rotor.

Die Anlage soll so optimiert werden, dass sie bei verschiedenen Windgeschwindigkeiten ein Maximum an Energie erzeugen kann. Dazu werden umfangreiche Messungen durchgeführt, um eine angepasste Steuerung und Regelung zu entwickeln.


Eine ähnliche, sehr viel größere Anlage hat sich seit vielen Jahren sogar auf der Deutschen Neumayer-Forschungsstation in der Antarktis bewährt, wo hohe Windgeschwindigkeiten und arktische Temperaturen den Einsatz von technischen Anlagen sehr erschweren. Die Vorteile eines H-Rotors liegen im einfachen mechanischen Aufbau, der auch in extremen Klimazonen wenig störanfällig ist. Er kann auch auf Bojen und beweglichen Untersätzen aufgebaut werden und hat einen geringeren Geräuschpegel. In der Hochschule Bremerhaven will man zudem untersuchen, ob der H-Rotor sogar unter Wasser eingesetzt werden kann, um zum Beispiel Gezeitenströmungen für die Energiegewinnung zu nutzen.


Daniela Krause-Behrens | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-bremerhaven.de

Weitere Berichte zu: H-Rotor Windgeschwindigkeit Windkraftanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Sonne ernten auf zwei Etagen – Agrophotovoltaik steigert die Landnutzungseffizienz um über 60 %
22.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht DFKI-Roboter erkunden autonom Lavahöhlen auf Teneriffa
21.11.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Autonomes Fahren – und dann?

22.11.2017 | Verkehr Logistik

Material mit vielversprechenden Eigenschaften

22.11.2017 | Materialwissenschaften

Forscherteam am IST Austria definiert Funktion eines rätselhaften Synapsen-Proteins

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie