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Deutschlands größter Solarpark ist in Sonnen am Netz

10.09.2002


Deutschland größter Solarpark liefert in der Gemeinde Sonnen bei Passau umweltfreundlichen Strom ins öffentliche Netz.
"obs/voltwerk AG"

Die Stuttgarter voltwerk AG hat den mit 1,75 Megawatt größten Solarpark in Deutschland in Betrieb genommen. 18 Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen wurden heute vor zahlreichen Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft in der Gemeinde Sonnen bei Passau offiziell eingeweiht. Die Energie würde ausreichen, um nahezu alle 1.500 Einwohner von Sonnen mit Strom zu versorgen. Mit durchschnittlich 1.268 Kilowattstunden Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter im Jahr macht die Gemeinde ihrem Namen alle Ehre: Laut DWD (Deutscher Wetterdienst) gehört sie zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Das Klima profitiert von dem Betrieb der 10.500 Solarmodule, da der Umwelt etwa 32.000 Tonnen Kohlendioxid in den nächsten 20 Jahren erspart werden. "Auch private Kapitalanleger können sich bei einer Beteiligung an den Betreibergesellschaften des Bürger-Solarparks auf die Solarstromerträge freuen", so Martin Bucher, Vorstandsvorsitzender der voltwerk AG. Der prognostizierte Stromertrag wird zu 90 Prozent von einer großen deutschen Versicherung garantiert und die Stromvergütung ist durch einen Einspeisevertrag mit der E.ON Bayern - basierend auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz - für die nächsten 20 Jahre gesichert.

Hanns Dorfner, Landrat des Landkreises Passau, betonte in seiner Rede die Bedeutung der Photovoltaik als eine der Schlüsseltechnologien für die Region. "In Bayern stehen bereits heute mehr als 40 Prozent der bundesweit installierten Solarstrom-Anlagen. Die Region Passau will mit dem neuen Solarpark in Sonnen ein Zeichen für ihr Umweltengagement setzen, um den Klimawandel zu bekämpfen - und damit auch künftigen Klimakatastrophen bestmöglich entgegen zu wirken," berichtet Dorfner. Der neue Solarpark konnte nicht zuletzt dank der tatkräftigen Unterstützung der Gemeinde zügig realisiert werden. "Naturschutz fängt vor der eigenen Haustür an. Deshalb sind mehr lokale Initiativen notwendig, um unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Umwelt zu erhalten," so Matthias Anetzberger, 1. Bürgermeister der Gemeinde Sonnen. Hans-Josef-Fell (MdB), Vorstand der Eurosolar Sektion Deutschland sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf Erfolgskurs. "Projekte wie der Solarpark in Sonnen spielen eine wichtige Rolle, um den Ausbau der Modulproduktion voranzutreiben.

Selbstverständlich müssen sie landschaftsschonend und umweltverträglich wie im vorliegenden Fall angelegt sein. So wird die Photovoltaik zum Massenmarkt und zunehmend wettbewerbsfähig. Angesichts der weltweit zunehmenden Belastung der Umwelt durch die Verbrennung immer knapper werdender fossiler Brennstoffe ist es Zeit für eine konsequente Energiewende", fordert Fell. Sylvère Leu, Geschäftsführer der für den Bau des Solarparks verantwortlichen SunTechnics Solartechnik GmbH aus Hamburg zeigt sich zufrieden. In nur vier Monaten Bauzeit wurde das Projekt realisiert "Dank der optimierten Gestelltechnik wird nur etwa drei Prozent der fünf Hektar großen Fläche durch die Sockel der Solarmodule belegt. Regen kann so praktisch ungehindert in das Grundwasser einsickern. 50 Schafe beweiden das Land und freuen sich über den Wind- und Sonnenschutz durch die Module", weiß Leu zu berichten.

Thorsten Vespermann | ots
Weitere Informationen:
http://www.voltwerk.de

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