Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens liefert seinen bisher größten Gießharztransformator nach New York

04.09.2002


Seinen bisher größten Geafol-Gießharztransformator hat Siemens Power Transmission and Distribution (PTD) für ein Gasturbinenkraftwerk in New York gebaut. Auftraggeber ist die New Yorker Consolidated Edison Company, einer der größten New Yorker Stromversorger. Der Gesamtwert des Auftrages, zu dem noch zwei kleinere Gießharztransformatoren gehörten, beträgt rund 540.000 Euro. Der Transformator mit einer Nennleistung von 25 MVA traf vor kurzem in New York ein und wartet – zunächst zwischengelagert – auf seinen Einsatz. Von Juli 2003 an wird er als Eigenbedarfstransformator das interne Stromnetz des Gasturbinenkraftwerkes an der East River Station versorgen.


Der 5,80 Meter lange, 3,60 Meter breite und – im transportbereiten Zustand – 4,20 Meter hohe Transformator wurde vom Kirchheimer Werk aus per Sondertransport nach Bremerhaven gebracht. Von dort aus ging es per Schiff weiter über Newark nach New York. Der Transport des 45-Tonnen-Trafos dauerte 20 Tage. Den bisherigen Größenrekord bei Siemens hielten drei 22,6-MVA-Gießharztransformatoren, die Siemens PTD 1998 für die Stromversorgung einer Halbleiterfabrik in China fertigte.

Die Geafol-Gießharztransformatoren beanspruchen in der Regel weniger Aufstellungsfläche als vergleichbare flüssigkeitsgefüllte oder gasisolierte Transformatoren. Ausführungen mit reduzierten Leerlauf- und Kurzschlussverlusten erhöhen den Wirkungsgrad und senken damit die Betriebskosten. Darüber hinaus arbeiten die Transformatoren nahezu wartungsfrei, sind schwer brennbar und selbstverlöschend. Die Isolierung der Geafol-Trockentransformatoren besteht aus einer umweltfreundlichen Epoxidharz-Quarzmehl-Mischung, bei der auch unter Einwirkung eines Lichtbogens keine giftigen Gase entstehen können. Gießharztransformatoren sind entsprechend der nachgewiesenen Umgebungs-, Klima- und Brandklasse zu kennzeichnen. Die Geafol-Transformatoren von Siemens erfüllen mit der Umgebungsklasse E2, der Klimaklasse C2 und der Brandklasse F1 die höchsten definierten Klassen. Die Transformatoren kommen aus dem Siemens-Werk in Kirchheim/Teck. Das Unternehmen setzt dort seit kurzem eine automatische Kernlegeanlage in der Fertigung ein. Es ist die zweite ihrer Art auf der Welt.


Der Siemens-Unternehmensbereich Power Transmission and Distribution (PTD), Erlangen, ermöglicht als Produktlieferant, Systemintegrator und Dienstleister den Transport elektrischer Energie vom Kraftwerk zum Verbraucher. Klassische Produkte wie Schaltanlagen und Transformatoren machen bei Siemens PTD heute nur noch knapp die Hälfte des Umsatzes aus. Mehr als 30 Prozent erwirtschaftet der Unternehmensbereich mit Produkten und Systemen, die von Elektronik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Software bestimmt sind, und bereits 20 Prozent mit Dienstleistungen. Siemens PTD hat im Geschäftsjahr 2001 (30. September) mit rund 20.500 Mitarbeitern und weltweit 53 Fertigungsstandorten einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro erzielt sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (Ebita) von 96 Mio. Euro.

Dietrich Biester | Für die Fachpresse
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/ptd

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise