Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was kann Bioenergie leisten? - Biomasse wird maßgeblich zu zukünftiger Energieversorgung beitragen

03.09.2002


Nahezu 10 % des heutigen Bedarfs an Wärme und Strom können in Zukunft allein aus Biomasse abgedeckt werden. Holz, Energiepflanzen, Stroh und Biogas bieten das Potenzial, einen erheblichen Teil unserer Energie nachhaltig, klimaneutral und verhältnismäßig kostengünstig zu erzeugen.
Der derzeitige Primärenergieverbrauch Deutschlands wird auf ca. 14.000 Petajoule pro Jahr geschätzt und überwiegend aus Kohle, Erdöl, Erdgas und Kernenergie abgedeckt.

Erneuerbare Energien spielen bisher bekanntlich eine nur untergeordnete Rolle. So werden aus Bioenergie momentan lediglich 1,5 % des heimischen Bedarfs an Wärme und Strom erzeugt. Ein geringer Anteil in Relation zu ihrem Potenzial: allein aus heimischer Bioenergie lassen sich über 1300 Petajoule oder 9,3 % des Primärenergiebedarfs sichern.
Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler verschiedener Forschungseinrichtungen bei einem von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) durchgeführten Fachgespräch. Obwohl die Potenzialschätzungen der Experten auf verschiedenen wissenschaftlichen Methoden basieren, liegen deren Ergebnisse in vergleichbaren Größenordnungen.
Danach könnte Holz aus der Forstwirtschaft und der Holzverarbeitung etwa 640 Petajoule zur Wärme- und Stromerzeugung beitragen, wenn Waldrestholz, Schwachholz und der große, bislang ungenutzte Teil des jährlichen Holzzuwachses energetisch genutzt werden. Aus landwirtschaftlich erzeugten Energiepflanzen und Stroh ließen sich mehr als 460 Petajoule und aus Biogas ca. 220 Petajoule pro Jahr bereitstellen.
Damit zählt Bioenergie neben den anderen erneuerbaren Energieträgern wie Wind- und Wasserkraft, Solarenergie und Erdwärme zu den Hauptstandbeinen künftiger Energieversorgung. Bioenergie besitzt den Vorteil, dass sie leicht zu speichern ist und damit bedarfsgerecht eingesetzt werden kann. Sie ist nahezu CO2-neutral, trägt also nur unwesentlich zu der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung bei, und vergleichsweise kostengünstig.
Bioenergie ist deshalb schon jetzt die wichtigste erneuerbare Energiequelle und wird in Deutschland bereits vielfältig genutzt. Ausgereizt sind ihre Möglichkeiten jedoch noch lange nicht.

Torsten Gabriel


Die Pressegrafik "Bioenergie: Was kann sie leisten?" steht unter
www.presseportal.de/story.htx?sm_nr=280342 zur Verfügung.


Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
E-Mail: info@fnr.de


V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Schütte

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fnr.de
http://www.fnr.de/de/ak/akpopup.htm

Weitere Berichte zu: Bioenergie Biomasse Energieversorgung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie