Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stromverbrauch: Fernsehen bei EcoTopTen: Eine Frage des Typs

17.07.2008
Interaktive Entscheidungshilfe zeigt, welche Technik zur eigenen Nutzung passt / Online-Rechner ermittelt Stromverbrauch des Wunschgeräts

Größer, flacher, billiger - das Marktangebot an Fernsehern ist kaum noch zu überschauen. Wer auf der Suche nach einem neuen Gerät ist, hat die Qual der Wahl, die richtige Entscheidung zu Technik, Bildqualität und Größe zu treffen. Ausschlaggebend sind am Ende meist Ausstattung, Marke und Design.

Dabei bleibt ein Aspekt häufig völlig außer Acht: der Energieverbrauch und damit auch die jährlichen Folgekosten. "Diese können aber einen erheblichen Anteil am Stromverbrauch eines Haushalts haben", sagt die Expertin Stéphanie Zangl vom Öko-Institut. Wer sich stattdessen für ein Gerät entscheidet, das zur eigenen Nutzung passt und nicht aufwändiger ausgestattet ist, als nötig, spart nicht nur Geld, sondern auch Strom. Um die Auswahl zu erleichtern, stellt EcoTopTen jetzt zwei neue interaktive Entscheidungshilfen online zur Verfügung.

Neunzig Prozent des Energiebedarfs, den ein Fernseher über seinen gesamten Lebensweg von der Herstellung bis zur Entsorgung hat, entsteht in der Nutzungsphase. Ein wichtiger Faktor für den Energieverbrauch von Fernsehern ist die Bildschirmdiagonale: "Tendenziell gilt, dass der Energieverbrauch bei größeren Bildschirmen steigt", sagt Stéphanie Zangl. Und große Bildschirme liegen im Trend. "Im Extremfall verbraucht ein Fernseher dann bis zu 800 Kilowattstunden Strom pro Jahr bei einer täglichen Nutzung von vier Stunden", rechnet die Wissenschaftlerin vor. Zum Vergleich: Effiziente Kühl- und Gefriergeräte, die EcoTopTen empfiehlt, verbrauchen pro Jahr nur zwischen 80 und 250 Kilowattstunden, obwohl sie 24 Stunden pro Tag laufen.

Doch wann lohnt sich ein großer Bildschirm eigentlich? Welche Auflösung und welche externen Anschlüsse sollte das Gerät haben? Und ganz allgemein: Welche Ausstattung ist für Ihre Nutzungsgewohnheiten sinnvoll? Diese Fragen können schnell und unkompliziert mit der neuen interaktiven EcoTopTen-Entscheidungshilfe beantwortet werden. Wer sich bereits ein neues Modell ausgeguckt hat, kann mit einem Energie- und Kosten-Rechner den Stromverbrauch dieses Geräts ermitteln. Das gilt natürlich auch für den bereits vorhandenen Fernseher. Der Rechner stellt auch die jährlichen Gesamtkosten des Geräts dar, in die der Kaufpreis anteilig einfließt. Außerdem wird der Vergleich zum jährlichen Gesamtstromverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes sowie eines Kühlgerätes gezogen, um die Werte besser beurteilen zu können.

Die interaktiven EcoTopTen-Entscheidungshilfen für die Auswahl eines neuen Fernsehgeräts finden Sie online unter http://www.ecotopten.de/prod_fernsehen_prod.php. Dort finden Sie auch Übersichten über die wichtigsten technischen Kriterien bei Fernsehgeräten sowie über Vor- und Nachteile der verschiedenen Technologien.

EcoTopTen ist eine groß angelegte Initiative für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf http://www.ecotopten.de unter der Rubrik "Produktempfehlungen". Bis Ende 2010 folgen insgesamt 20 aktuelle Marktübersichten, die nächste zu Computer-Flachbildschirmen.

Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wurde bis März 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Seit Oktober 2007 wird EcoTopTen von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Medienpartner ist das Monatsmagazin "natur&kosmos". Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung@ecotopten.de.

Ansprechpartnerinnen:

Projektleiterin Dr. Dietlinde Quack, Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg, Institutsbereich Produkte & Stoffströme, Telefon 0761/45295-48, E-Mail: d.quack(at)oeko.de

Stéphanie Zangl, Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institutsbereich Produkte & Stoffströme, Telefon 0761/45295-66, E-Mail: s.zangl(at)oeko.de

Das Öko-Institut ist eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.

Interesse, Mitglied zu werden? Mehr unter http://www.oeko.de/mitmachen

Christiane Rathmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ecotopten.de
http://www.ecotopten.de/prod_fernsehen_prod.php
http://www.oeko.de/mitmachen

Weitere Berichte zu: EcoTopTen Energieverbrauch Fernseher Stromverbrauch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Ein Supermikroskop für ganz Nordbayern
17.01.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht ISFH-CalTeC ist anerkanntes Kalibrierlabor für die Bestätigung von Solarzellen-Weltrekorden
17.01.2018 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Projekt "HorseVetMed": Forscher entwickeln innovatives Sensorsystem zur Tierdiagnostik

17.01.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Seltsames Verhalten eines Sterns offenbart Schwarzes Loch, das sich in riesigem Sternhaufen verbirgt

17.01.2018 | Physik Astronomie

Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

17.01.2018 | Physik Astronomie