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Sonne ersetzt Erdgas

10.07.2002


Eine Wärmepumpe gespeist mit Sonnenenergie soll im Sonnengürtel der Erde für die notwendige Lebensmittelkühlung sorgen. Von links nach rechts: Laboringenieur Martin Sukowski, Prof. Dr. Rainer Braun, Prof. Dr. Robert Heß. Foto: FHG/SB


Zwei Professoren des Energieinstituts der Fachhochschule Gelsenkirchen entwickeln eine Lebensmittelkühlung, die mit Sonnenenergie betrieben wird und ein Zukunftsprodukt für den Sonnengürtel der Erde sein kann:


Eine Wärmepumpe gespeist mit Sonnenenergie soll im Sonnengürtel der Erde für die notwendige Lebensmittelkühlung sorgen. Von links nach rechts: Laboringenieur Martin Sukowski, Prof. Dr. Rainer Braun, Prof. Dr. Robert Heß. Foto: FHG/SB
Gelsenkirchen/Köln. Wie man erneuerbare Energien wie Sonnen- oder Windenergie in Zukunft noch besser in Nutzenergie umwandelt, war Thema des siebten Weltkongresses "World Renewable Energy Congress" (WREC) in der vergangenen Woche in Köln. Nach Ansicht von NRW-Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold bot der internationale Kongress "gerade für Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen gute Chancen, den Weltmarkt zu erobern". Diese Chance nutzen wollen zwei Energieexperten der Fachhochschule Gelsenkirchen: Unter dem Stichwort "Kälte aus der Sonne" haben Prof. Dr. Rainer Braun und Prof. Dr. Robert Heß vom Energieinstitut an der Fachhochschule Gelsenkirchen in Köln internationalen Wissenschaftlern sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft ein neuartiges Kälteaggregat vorgestellt, dessen Funktionstüchtigkeit kurz vor dem Kongress im Labor nachgewiesen werden konnte.
Braun: "Wir haben in einer handelsüblichen gasbetriebenen Wärmepumpe den Erdgasbrenner durch Sonnenwärme ersetzt. Ohne Netzversorgung und ohne Brennstoff kann man damit vor allem in heißen Ländern mit etwa 1,2 Kilowatt Kälteleistung bis zu 500 Kilogramm Lebensmittel bei Eistemperaturen lagern." Die Kälteanlage mit dem zugehörigen Kühlraum ist einfach, robust, langlebig und nahezu wartungsfrei, so die Gelsenkirchener Energieexperten. Zu bekommen ist die Technik noch nicht, zurzeit laufen die Entwicklungsarbeiten im Hochschullabor noch auf vollen Touren. In gut zwei Jahren soll die Gelsenkirchener Kälteanlage Marktreife erlangen und soll dann von der Firma Buderus Heiztechnik als Massenprodukt auf den Markt gebracht werden.


Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:


Prof. Dr. Rainer Braun, Fachbereich Versorgungs- und Entsorgungstechnik der Fachhochschule Gelsenkirchen,
Telefon (0209) 9596-300 oder 9596-315 (Dekanatssekretariat),
Telefax (0209) 9596-298,
E-Mail rainer.braun@fh-gelsenkirchen.de


Prof. Dr. Robert Heß, Fachbereich Versorgungs- und Entsorgungs-technik der Fachhochschule Gelsenkirchen,
Telefon (0209) 9596-320 oder 9596-315 (Dekanatssekretariat),
Telefax (0209) 9596-323,
E-Mail robert.hess@fh-gelsenkirchen.de

Dr. Barbara Laaser | idw

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