Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ThyssenKrupp VDM an der Entwicklung von Hochtemperatur-Supraleitern beteiligt - Motoren und Generatoren von morgen

19.05.2008
Weniger Kraftwerke, weniger Treibhausgase, weniger Kosten. Aufgrund der besonderen Eigenschaften der Hochtemperatur-Supraleitung (HTS) könnten enorme Strommengen eingespart werden. "Der Weg zur Elektrizitätsinfrastruktur des 21. Jahrhunderts ist geebnet", erklärt Dr. Jutta Klöwer, Leiterin Forschung und Entwicklung von ThyssenKrupp VDM. Das Besondere an den Supraleitungen: Bei einer bestimmten Temperatur wird dem Stromfluss nahezu kein Widerstand entgegen gebracht.

ThyssenKrupp VDM, einer der weltweit führenden Hersteller von Nickellegierungen, entwickelte zusammen mit dem Leibniz-Institut für Festkörper-und Werkstoffforschung Dresden und dem Hersteller Trithor Hochtemperatur-Supraleiter der zweiten Generation. "Die Weiterentwicklung der Hochtemperatur-Supraleitung ist ein wichtiger Schritt nach vorne", betont Dr. Jutta Klöwer: "Mit einem kommerziellen Durchbruch ist schon ab dem Jahr 2010 zu rechnen."

Von der Energieerzeugung über die Durchleitung und Verteilung bis hin zum Verbraucher - in der gesamten Infrastruktur der Energienetze können die Hochtemperatur-Supraleitungen Anwendung finden. Ihr Vorteil: Mit ihrer Hilfe lassen sich elektrische Geräte realisieren, die viel energiesparender und kleiner sind als konventionelle Geräte auf Kupfer- oder Aluminiumbasis.

Gleichzeitig können die Geräte auf HTS-Basis stärkere Magnetfelder erzeugen als die üblichen Geräte: Eine konventionelle Windkraftanlage auf Kupfer- oder Aluminiumbasis erzeugt bis zu sechs Megawatt Strom.

Der Generator wiegt durchschnittlich 450 Tonnen. Die Gesamtkosten für die Anlage belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. Im Vergleich dazu liefert eine Windkraftanlage mit Hochtemperatur-Supraleitungen acht Megawatt. Ihr Generator wiegt gerade einmal 120 Tonnen. Die Kosten für eine solche Anlage liegen bei etwa einer Million Euro unter denen einer konventionellen Windkraftanlage.

Nach den erfolgreichen Vorarbeiten begann ThyssenKrupp VDM nun mit der ersten großtechnischen Fertigung eines Substratbandes. Das Substratband dient als Trägermaterial für den Supraleiter und gibt ihm mechanische Stabilität und eine hohe Lebensdauer. "Für uns stellt das großtechnische Verfahren immer eine Herausforderung dar, denn das Substrat muss metallurgisch sehr sauber sein", erklärt Dr. Jutta Klöwer: "Die Schmelze ließ sich bereits mit gutem Ergebnis warmwalzen. Dies zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

ThyssenKrupp Stainless AG
ZA Öffentlichkeitsarbeit/Vorstandsbüro
Erik Walner
Tel.: +49 203 52 - 45130
Fax: +49 203 52 - 45132
E-Mail: erik.walner@thyssenkrupp.com

Erik Walner | idw
Weitere Informationen:
http://www.thyssenkrupp-stainless.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Stromindikatorklemmen mit Push-in-Anschluss
24.07.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Leiterplatten-Steckverbinder werkzeuglos montieren
24.07.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops